Se pasa tranquila – la vida poblana.

Mein Magen hat die Drohung ernst genommen. Er wollte nicht gegen einen mexikanischen Magen ausgetauscht werden und so hat er nur 24 Stunden schlecht-Wetter geschoben. Inzwischen ist er wieder oben auf und wahrscheinlich hatte ich nur irgendwas Komisches gegessen. Aber das hat sich glücklicherweise wieder eingeränkt.

Unterdessen genieße ich hier das Nichtstun. Ein bißchen durch die alten und kolonialen Strassen laufen, gucken, schauen, Käffchen trinken, Menschen beim Tagwerk und beim Leben zuschauen, Karten schreiben, Photos machen und mich langsam in Puebla eingewöhnen. Mit den Bussen und derern System (anfangs dachte ich, e sgäbe keins, aber doch!) warm werden, und und und. Alles ganz ruhig, tranquilo no mas.

Heute bin ich dann am Vormittag in das Museo Ferrocarril gelaufen. Das ist das Nationale Eisenbahnmuseum. Más o menos. Ein haufen alter Waggongs und Lokomotiven stehen verteilt auf mehreren Gleisen am ehemaligen Bahnhof von Puebla. Mein Footprint schreibt noch zum Bahnverkehr, man solle, bevor man auf die Eisenbahn setzt, sicher gehen, dass Züge fahren. Das hat sich wohl erledigt. Es gibt keine Eisenbahnverbindung mehr. Das Museum hingegen ist ganz interessant – wenn man auf runtergekommene Züge steht. Dampflokomotiven. Unrestauriert. Ein Tummelplatz für Eisenbahnliebhaber. Ich fand sie vor allem als Photomotiv. Les presento…. las fotos:

Die Dame in der Taquila (Ticketschalter) war alles andere, als amable. Als ich eintrat, murrte sie mir entgegen: 10 Pesos! Kein Buenos días, kein Hola, kein Por Favor?! Ich dachte mir dann: Wie wär’s mit einem Bitte? Schob ihr aus Trotz einen Hunder-Pesos-Schein hin, den sie natürlich nicht wechseln konnte. Hehe. Wie Du mir…. Aber gut, ich schaltet wieder auf Deeskalation und bot ihr einen 50er an. Den nahm sie dann muffelnd an. Sie hatte wohl die Schulung “Freundlichkeit im Fremdenverkehr” geschwänzt – aber können ja nicht alle hier immer sonnigen Gemüts sein. Sie entsprach mit ihrem Gemüt eher den Zügen, die mehr oder weniger lieblos auf die Gleise gestellt worden.

Aber gut – trotz allem lässt sich sagen – dieses Museo vale la pena!

Morgen gehts in meine eigenes zu Hause. In meine Casa Colonial. Mit der Mega-Idyllisch-Romantisch-Großzügig-und-oberchilligen Dachterasse. Jappppaaaa! I freu mich. Und am Freitag gehts ab auf die Piste nach D.F. – mein erster deutscher Besuch will am Aeropuerto Internacional Benito Juarez Ciudad de Mexico abgeholt werden. Tranquilo. Asi si puede vivir.

Eine Antwort zu “Se pasa tranquila – la vida poblana.”

  1. [...] ersetzten den Rundgang mit einem Rundgang über den Alten Bahnhof Pueblas, der inzwischen zum Eisenbahnmuseum umfunktioniert ist, und kletterten auf verrosteteten Lokomotiven und Waggongs herum, was uns auch [...]

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