El primer visitante.

Seit gestern Nacht bin ich wieder in Puebla. Diesmal allerdings zu zweit. Am Freitag bin ich am Nachmittag in den Bus gestiegen und über die Berge wieder nach DF gefahren. Abends klingelte ich bei Paola und Bernhard rein. Paola und ich machten etwas zu essen, weil Bernhard sehr spät von Arbeit kam. Später tranken wir die ein oder andere Cervecita und dazu einen leckeren Tequila. Eigentlich hätte ich früh ins Bettchen gemußt, weil Martin um 5 Uhr landen sollte und ich ihn am Flughafen abholen wollte. Aber um 2 bimmelte mein Handy. Ein Anruf aus New York, JFK. Martins Flieger hatte Verspätung, ich sollte zwei Stunden mehr bekommen, um der Nacht ihren Tribut zu zollen. Wegen der Kürze der Nacht hatte ich mich gleich im Wohnzimmer auf die Couch gehauen.

Mit dem Klingeln des Taxis an der Tür wachte ich auf. Flink durch das Bad und bei Victor auf den Beifahrersitz gesprungen. (Bild links: An der Kletterwand.) Es war viel zu früh – oder der Tequila zu gut – auf jeden Fall schlug ich um halb 8 am Flughafen auf und musste feststellen, dass der Flieger noch immer nicht gelandet war. Der Einzige an jenem Morgen it Verpätung, Flug 001 Mexicana aus JFK. Halb Neun endlich schob sich Martin aus dem Zollbereich heraus und wir sprangen in das nächste Taxi und fuhren wieder zu Berni und Paola.

Weil die beiden noch im Kopfkissen weilten, machten wir uns auf den Weg zu einem Markt ums Eck. Kauften Früchte, frischen Orangensaft und frühstückten all dies später gemeinsam mit den Beiden. Der Samstag verlief dann oberruhig. Chillen, flachliegen, ein Tisch mit einem Mosaik für die Wohnung der beiden verzieren – abends Kino. Martin saß der Jetlag, uns dreien der Tequila in den Knochen und am Sonntag wollten wir wieder Klettern gehen.

Am Sonntag starteten wir dann gegen Mittag zum Klettergarten. Vorher hatten wir noch Umberto (der Arzt von meinem ersten DF-WE) und seine Freundin abgeholt und zu sechs kraxelten wir ein paar Stunden uns die Karft aus den Armen.  Danach fuhren wir mit dem Auto nach San Angel (Stadtteil, in den Bernhard und Paola gleich umziehen werden) und Bernhard und Paola kauften Früchte und Gemüse für die kommende Woche.

Die Abendgestaltung sah nicht viel vor, nur, schon fast traditionell, nach dem Klettern zum Argentinier. Und bei dem schmeckte es mal wieder vorzüglich. (Bild: Martin vor der Piramide de la Luna)

Gestern wollten wir eigentlich wieder nach Puebla starten. Aber ich wollte mit Martin vorher eine der bedeutendsten Atzteken-Städte anschauen: Teotihuacán. Rund 50 Kilometer nördlich von D.F. war es einst die größte und bedeutendste Stadt auf dem prähispanischen Kontinent gewesen. Heure zeugen noch Ruinen von Häusern und zwei beedruckend hohe Pyramiden (Piramide del Sol, Piramide de la Luna) von der einstigen Bedeutung der Stadt. Die Piramide del Sol ist zudem nicht weniger als die Weltweit drittgrößte Pyramide. Vorher kommt noch die Cheops in Ägypten und die Pyramide (die eher einem Berg gleicht) von Cholula. Ein paar Stunden wanderten wir durch die Ruinen, bestiegen die Pyramiden und ich kaufte mir eine wunderbare bunte Decke. Kräftige Farben, handgemacht und gleich Wanddekoration in meinem zu Hause in Puebla. Als am späten Nachmittag dann der Aguacero einsetzte, war es Zeit zu gehen. Wir hatten zuvor in D.F. am Terminal unser Gepäck eingeschlossen, damit wir direkt nach Puebla weiterfahren könnten. Also zurück nach D.F. und ein Ticket nach Puebla erstanden.

Mit dem Abendbus steuerten wir dann direkt in einen Riesenstau. Rund zwei Stunden schleichte der Bus auf einer 6-spurigen Autobahn dem Stadtausgang entgegen. Die Strasse halb überflutet vom Aguacero, hatten wohl einige Autofahrer die Kontrolle nicht behalten können und verstopften so die Strasse. Spät in der Nacht fuhren wir schlussendlich in Puebla ein und schnappten uns direkt das nächste Taxi zu mir nach Haus.

Nach einem leckeren Teller Spaghetti und einem Filmchen war es dann Zeit zu Schlafen. Diese Woche wird es hier weiter vermutlich etwas ruhiger hier im Online-Tagebich zugehen. Martin und ich wollen an den Pazifik. Aber zunächst nach Oaxaca. Schließlich habe ich noch eine Woche Ferien und Meer ist immer gut. Gegenstimmen? Gut.

5 Antworten zu “El primer visitante.”

  1. Henning Sagt:

    Hi Jäggor,
    ist ja klasse, da ist man viele 1000km von zu Hause entfernt und dann kommt doch tatsächlich nách, na lass es einen Monat in der Ferne sein, der erste Kumpel zu Besuch.
    Mensch selbst in Deutschland schaffen wir es nicht öfter Dich zu Besuchen, aber Mexico, da klappt das ;-) . Das verstehe wer will!

    Auf alle Fälle wünsche ich Euch beiden ein schöne Woche am Pazifik und erwarte dann den nächsten Tourbericht mit schönen Fotos vom großen See (ach nee das wäre ja der Atlantik, aber Du weißt schon wie ich´s meine).

    Also bis bis……

  2. Viel Spaß am Pazifik und schöne Grüße an Martin!!!

  3. el padre y mamá Sagt:

    der Bus schleichte oder schlich,
    der Regen weichte oder wich
    die Straßen auf

    das Bier reichte oder rich
    die Sonne bleichte oder blich
    die Farbe aus

    er brechte oder brach,
    er sprechte oder sprach
    el espanol

    er esste oder aß, vergesste und vergaß die Muttersprach`…

  4. zwischen venedig und neapel hinterlasse ich hier mal in lebenszeichen und beste grüße für dich =) viel spaß und me(h)r, du weißt schon! und am headset arbeite ich mal damit ich dich auch hören kann bald wieder!

  5. [...] Regenzeit – weshalb die Pyramiden in ausgetrockneter Vegetation stehen – ein neues Bild. Bei meinem ersten Besuch hatte die alte Olmekenstadt noch in saftigem grün gestanden – es war eben [...]

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