web 2.0: Ungewöhnliche Erlaubnis.

Da hört man eine Menge Schauermärchen und eine Menge Tolles, welche Möglichkeiten uns allen das web 2.0 bietet. Immer wieder tauchen in den Medien Geschichten über Urheberrechtsverletzungen, Verletzung von Weiterverbreitungsrechten und und und  auf – und irgendwann steht beim armen Internetnutzer der Anwalt vor der Tür und wedelt mit einer einstweiligen Verfügung. Und man hat doch eigentlich gar nichts gemacht. Wollte kreativ sein. Und wurde mißverstanden. Aber nicht alles muss so ausgehen. Hier eine erfreulich andere Geschichte. Es dreht sich um mein Video, dass ich im Juli nach meinem Besuch der Casa Azul (Wohnhaus von Diego Rivera und Frida Kahlo in Mexico City) in Coyoacán in DF geschnitten habe, und in Youtube gestellt habe.

Ich hatte darin, Asche auf mein Haupt, Musik verwendet, die ich weder produziert noch komponiert noch in irgendeiner Form selbst erstellt hatte. Trotz allem hatte ich das Video hochgeladen, in mein Blog eingebunden und mir gedacht: Passiert schon nix.

Aber nee. So nich. Heute schließlich fand ich eine Mail in meinem Postfach vom Mangement der Künstlerin. Huiui, dachte ich, oh jeee. Aber nein, ein Ton, den ich so nicht erwartet hatte. Man bat mich, in das Video doch den Zuatz aufzunehmen, „Musik mit freundlicher Genehmigung von…. erschienen auf  dem Album…. in 2007 bei dieserundjener Produktionsfirma“. Man wies mich zwar auch, aber sehr freundlich, darauf hin, dass ich, sollte ich dies nicht tun, Ärger mit den Freunden von Sony BMG bekommen könnte, aber dies lediglich im PS.

Und ich? War baff! Da hatte also jemand aus dem Management mein Video gefunden, festgestellt, dass ich unerlaubter Weise die Musik von jener, wirklich bezaubernden, Künstlerin zur Untermalung meiner Bilder genutzt hatte, und schickte mir nun die Genehmigung frei Haus. Ich bin begeistert. Es ist eben doch nicht alles Jurispudenzzauber, was Musiker und ihr Mangementschlag kennen.

Und um wen drehte es sich? Laura Lopez Castro. Sie verfügt über eben jenes freundliche Mangement. Sympathisch! Und wohl kaum erwähnenswert, dass ich ihrem Wunsch, den Zusatz in mein Video einzufügen, wirklich gern nachkam. Und außerdem ist es ja auch toll, sagen zu dürfen, dass man wirklich die freundliche Genehmigung des Künstlers zur Verwendung hat. Die ganze Aktion verdient Respekt – und ein bißchen Werbung:

Mehr Musi von Laura kann man bei MySpace lauschen, kaufen und mehr erfahren über die Inhaberin dieser schönen Stimme kann man hier.

Leben und Leben lassen – das bessere Motto für das web 2.0.

Herzlichen Dank.

7 Antworten zu “web 2.0: Ungewöhnliche Erlaubnis.”

  1. Freundlicher Brief statt Abmahnung? Das ist in der Tat sehr angenehm. Und danke für den Musik-Tipp!

  2. Hey, was ist denn das für ein Hund in Deinem Profilbild? Oder ein Eichhorn?
    Liebe Grüß in die weisse Heimat….

  3. Grüße richte ich aus. Weder Hund noch Eichhorn, das is Cleopatras Katze: http://www.spindoctors-archive.com/discography/img/cleo_single.jpg

    :-)

    • … ohh entschuldige mein Unwissen. Aber vielleicht liegts auch einfach nur an der Uhrzeit – ich mein, bei Dir ist heller Vormittag, bei mir die dunkle Nacht. Ich sollte wohl ins Bett entschwinden – aber vorher noch schnell ein Hörbuch runterladen… legal selbstverständlich. :-)

  4. …achja, und wann erklärt mir eigentlich jemand den Sinn von Tiny-URLs in diesem web-Zeitalter? Oder seid ihr alle schon im web 3.0…..?! Oh jehh, lasst mich allein in 2.0…..

  5. Ganz einfach: manche URLs sind einfach elend lang (zu lang für Twitter o.ä., zu kryptisch zum In-HTML-Einfügen usw). Daher: lange URL bei tinyurl.com oder twiturl.de oder sonstwo eingeben, und die werfen dir ne URL aus, die eine zumindest okaye Länge hat.

    Also, statt: http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E18C9B22375AD43A9918BF9AA9CB887E2~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    einfach

    http://tinyurl.com/bfvjxw

    Und übrigens ist es hier noch lange nicht vormittag, sondern früher Morgen: um 9 :)

  6. Ich liebe „okaye“ – das ist wunderbar.
    So, jetzt aber in die Falle!
    Schön’ Tach.

    PS: Wusste gar nicht, dass man Kommentarfunktionen auch als offenen Chat mißbrauchen kann – cool.

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