Grippe weg, Wetter schlecht, Besucher da.
Grau, trüb und ziemlich verregnet. Klingt nicht besonders nach Mexiko, aber so präsentiert sich aktuell hier das Wetter in Puebla und ich muss mich meinem Besuch gegenüber entschuldigen, dass das Wetter momentan überhaupt nicht mitmacht. In meiner gesamten Mexiko-Zeit hab ich bislang nicht soo miserables Wetter erlebt und ich hoffe, daß sich das sofort ändert.
Denn: am Dienstag Abend ist mein erster Besuch eingetrudelt und heute nachmittag soll Daniel auch in Mexiko landen. Und während das Auswärtige Amt schon nicht mehr wegen der Grippewelle von Reisen nach Mexiko “dringend abrät”, fange ich gleich an, wegen akut schlechtem Wetter vor “nicht unbedingt erforderlichen Reisen” nach Mexiko abzuraten. Aber Spaß bei Seite.
Ich bin wirklich froh darüber, dass ich Recht behalten habe, und das Auswärtige Amt (und die Grippe) sich so verhalten haben, wie ich mir das schon vor drei Wochen gedacht habe. Damals hatte ich noch ängstliche Mails beantworten müssen, ob man denn jetzt wirklich mich noch besuchen kommen könnte, und ich sagte: Klar fliegst Du – in 3 Wochen erinnert sich hier keiner mehr an die Panik von Anfang Mai. Und genauso ist es jetzt auch und ich kann meinen Besuchern ein von Touristen leergefegtes Mexiko präsentieren. Mich störts nicht. Und der paradiesischen Ruhe an der Küste kommt das nur zu Gute.
In den vergangenen Tagen war ich mit Thaela und ihrem Freund (auch trotz aller Grippewarnungen und “Du wirst sterben müssen!” nach Mexiko gekommen – und lebt noch) mal wieder bei der Lucha Libre und am Dienstag sind wir in vollständiger deutscher WG-Runde auf Safari in den Süden von Puebla gegangen. Mit einem Taxi ließen wir uns durch den Africam-Safari-Park kutschieren und fuhren in nur wenigen Metern Entfernung an Begalischen Tigern, Löwen, Gazellen, Giraffen, Bisons und Kamelen vorbei. Alles in allem hatte ich mir die Anlage ein wenig natürlicher vorgestellt – aber für gute Fotos hatte die Safari alle mal gereicht. Auch ein kleiner Zoo, der am Ende zu Fuß zu durchlaufen war, war echt nett gemacht und unser kleiner Ausflug auf ein kleines Fleckchen Afrika mitten in Mexiko hatte sich gelohnt (siehe Photo-Auswahl).
In den nächsten Tagen war ich damit beschäftigt, wenn es nicht gerade regnete, Kathi Puebla und Cholula zu zeigen. Nicht so einfach, die Stadt und das Land besonders schön erscheinen zu lassen, wenn man jeden Nachmittag dabei eingeregnet wird. Aber während ich das hier schreibe, schaut die Sonne schon wieder durchs Fenster und ich hoffe, dass sie sich jetzt endlich halten wird. Aber gut, der See-Urlaub ist ja auch keine 3 Tage mehr entfernt.
Kathi ist inzwischen heute Morgen auf DF-Entdeckungstour gegangen und kommt hoffentlich morgen Abend gesund und munter gemeinsam mit ihrer Freundin (die morgen Abend landet) wieder nach Puebla zurück, damit wir alle gemeinsam am Sonntag morgen in den Leihwagen steigen können und Richung Küste brausen können. Ach, watt freu ich mich auf Sonntag – ich muss raus aus Puebla. Weg hier. Zum Strand. Zur Sonne.


22. Mai 2009 um 12:16
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