Der Heilige Geist und die Robben

Strandtag, Strandtag, Baden, Schnorcheln, Robben gucken, Fotos machen und was leckeres Essen. Ungeduldige koennen nach diesem Satz schon mit dem Lesen des Artikels Schluss machen, weil eigentlich schon alles drin ist, was ich hier gerade mit meinem Papa so auf Baja California treibe.

La Isla del Espiritu Santo

Wir  sind also gestern mal wieder, was haetten wir hier, eingeklemmt zwischen zwei berauschend schoenen Meeren, auch besseres zu tun, mal wieder raus aus La Paz und auf Erkundungstour in Richtung Sueden gefahren. Weitere Straende wollten wir sehen – und wir bekamen, was wir wollten. Keine Menschenseele weit und breit, ein Strand, weiss wie Schnee, dass Wasser jungfraeulich tuerkisblau und die einzigen mit uns im Sand: Fischerboote und Pelikane. Wir verbrachten fast den ganzen Tag an zwei solcher Straende, kauten Mangos und liessen uns die Sonne auf den Ruecken und auf den Bauch scheinen und genossen lesend die Ruhe. Es ist herrlich hier in Baja California, hinter jeder Ecke lauert ein kleiner Traumstrand, weisser Sand und klares Wasser inklusive – und keine Menschenseele weit und breit.

Die Insel der Robben

Heute wollten wir dann raus auf den Golf. Mit einem kleinen Boetchen und sieben weiteren Touristen stachen wir am Vormittag in See, Kurs auf la Isla del Espiritu Santo und La Partida – zwei Inseln die der Bucht von La Paz vorgelagert, Naturschutzgebiet und fuer ihre Robbeninseln rundherum bekannt sind. Ein Grund, fuer den man eigentlich nach La Paz in BCS (Baja California Sur) kommt.

Faultiere - aehm... Robben

Wir steuerten also mit unserem Kaptn Javier suedlich um die Insel des Heiligen Geistes, die karg und trocken an uns vorbeirauschte. Roter Felsen, ausgewaschene Ufer, steinig-trockener Boden und ganz selten ein Kaktus darauf – so praesentierte sich uns die Insel. Wir legten die erste Stunde fast komplett im Boot zurueck, fegten an der noerdlich gelegenen La Partida vorbei und kamen endlich zu den Robben, den Lobos Marinos, die eine kleine Felseninsel vor den beiden Inseln zahlreich bevoelkerten. 4-500 Robben, die meisten am rumfaulen im Wasser, auf dem Ruecken treibend und noch nicht einmal einen Fisch fangend hingen die Fleischberge im Wasser herum und machten, was sie am besten konnten: Bruellen und sich in der Sonne aalen. Sonst nix.

Ein Seeloewe.

Tuerkisblaues Wasser - geniiiiiiiiiessssssssen!

Wir umrundeten die Insel und machten auf einer Seite mit dem Anker fest und stuelpten uns Flossen und Tauchermasken ueber. Das Wasser (hab ich es schon erwaehnt?) tuerkisblau und glasklar unter uns, schwammen ganze Schwaerme bunter Fischleins vorbei und ganz in der Naahe faulenzten die Robben.

In einer der Buchten

Beim Schnorcheln kam eine Kleine dicht an mir vorbeigeschwommen, waehrend ich lila-gelbe Fische, die mit schwaren Streifen verziert waren, haette mit der Hand streicheln koennen.

Ausgespuelte Felsufer

Wir fuhren weiter und machten an einer kleinen Playa halt, wo Javier binnen weniger Minuten Sonnenschirme und einen Tisch mit einem kleinen kalten Buffet hinzauberte – und wir essend im (hatte ich es schon erwaehnt?) tuerkisblauen, warmen Wasser des Golfes baden konnten.

La mascara

Auch hier packten wir irgendwann wieder zusammen und machten ueber la Mascara (eine Steinformation, die einer Maske aehnelt) und einem weiteren Schnorchelstopp in Korallengewaessern uns ueber die Nordflanke der beiden Inseln wieder auf den Heimweg an unseren Strand, an dem wir gestartet waren. Knapp fuenf Stunden verbrachten wir insgesamt auf dem Wasser und genossen die Tour sehr. Die Robben, die man ganz aus der Naehe betrachten und neben sich schwimmend beobachten konnte, waren sicherlich das beeindruckendste, wenn auch die Landschaft aus ihrem rotem und schroffem Fels sich beeindruckend rund um die Insel praesentierte. Und das Wasser …. hatte ich es schon erwaehnt …. der Neckermann-Katalog ist nichts dagegen. Schlicht: Es war schoen!

4 Antworten zu “Der Heilige Geist und die Robben”

  1. Selbst der Papst wird euch beneiden: so nah am Heiligen Geist und jungfraeuliches Wasser; nur mit dem Tuerkisblau koennte er ein Problem haben….besser waere vielleicht ein Mariabreitdenmantelausblau?
    Nicht ganz neidlose (das haett‘ ich wenigstens mit dem Papst gemeinsam) sende ich euch aus meiner Borsdorfer Huette (mein feste Burg!)

  2. ich hätte einfach länger bleiben sollen… bei den bildern und dazu die polizei schmieren 🙂

  3. Danson, bist Du das?

    Ja, das hättest Du tun sollen – aber die Schmiere zahlen, ist auf Dauer nich witzig – zum Glück hats uns nur einmal erwischt.. 🙂

    Bis bis, ciao ciao

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: