Unterwegs auf Tierra Chiapaneca & in der Riviera Maya

Nun bin ich während des Südtrips gar nicht mehr zu weiteren Einträgen hier gekommBeschmierte Wände in Oaxaca - noch immer viel Ärger um die Politik im Staateen, aber das will ich jetzt, von DF aus, nachholen und mich dabei auch gewohnt kurz fassen.

🙂

Alle Orte, die auf unserer Route standen, hatte ich ja bereits schon einmal zuvor bereist, und so war es auch für mich ein wahres Heimspiel, mich vom Süden und den schönen Landschaften in Chiapas und später in Quintana Roo zu verabschieden.

Nachdem ich mit Vater am Sonntag Oaxaca angeschaut und den Arból de Tule besucht hatte, ging es am Montag noch einmal auf Monte Albán, wo die Landschaft dank Regenzeit schon wieder in saftigem Grün steht und nichts mehr vom Grau der Regenzeit zu finden war. Einige Stunden hielten wir uns auf dem „Weißen Berg“ der Zapoteken auf und am Abend traf ich mich noch am Zócalo mit Néstor, meinEin kleiner Junge in Oaxacaem alten Mitbewohner aus Puebla, der gerade von seinen Eltern zum Hausarrest nach Hause, nach Oaxaca gerufen worden war. Néstor hatte es mit ein paar Pillen ein wenig übertrieben, so daß seine Eltern in großer Sorge waren, und sein Studium in Puebla vorerst unterbrachen und ihn unter ständige Beobachtung im Hause stellten. Er selbst lebt damit ganz gut, findet sein Leben grad ein wenig langweilig, weil er nicht ausgehen und gewohnt Party machen kann, konzentriert sich aber dafür auf Schwimmen und Gitarrenunterricht.

Noch in der Nacht stiegen wir in einen Nachtbus nach San Cristóbal de las Casas, wo wir am Dienstag Morgen ankamen. San Cris - bunt und schön. Das ist Chiapas!Vater hatte den Berge der Sierra am Anfang der Fahrt nicht gut getan und er musste intensive Bekanntschaft mit dem Klo schließen, während sich der Bus heraus aus Oaxaca, vorbei am Istmus hinein nach Chiapas bewegte.

Schnell war in San Cris (mehr hier und hier) ein Hotel gefunden und wir verbrachten den Tag mit ausgiebigem Shopping auf dem wunderbar buntem Markt vor Santo Domingo. Mitbringsel füllten die Taschen, kleine und größere Sachen machten später unsere Rucksäcke doch um Einiges schwerer.

Für den Mittwoch hatten wir einen Ausflug in den SumDer Wasserfall Arból de navidad im Sumidero-Canyonidero-Canyon geplant und der begann mit viel Regen am Morgen, und am Bootsanleger mussten wir das gröbste zunächst abwarten, bevor wir unter einer dicken Wolkenschicht in den bis zu 1000m hohen und über 100 Meter tiefen (Wassertiefe) Canyon hineinschippern konnten. Glücklicherweise hatte es der Regengott weiterhin verschont und so blieb der Tag zwar Wolkenverhangen aber wenigstens trocken. Bis zum frühen Abend. Da wollte ich Vater noch das kleine, wunderschön urige Dorf San Juan Chamula zeigen, doch kaum dort angekommen, überraschte uns die nächste Dusche, so dass wir unsere Visite auf die alte Kirche beschränkten, in  der indianischer Glaube und Katholizismus im Reinform auf einanderprallen.

Donnerstag ging es mit einer Tagestour weiter zu den Tzeltal-Kinder in San Juan Chamulanächsten Ruinen. Über Agua Azul und Misol-Ha (Wasserfall) fuhren wir am Nachmittag in Palenque ein und schnupperten zunächst für zwei kurze Stunden in die Ruinen herein. Allerdings kürzte ein ausgewachsener Regenschauer unseren Besuch ab, so daß wir uns auf den Freitag mit einem Tagesbesuch verlegten und dann bei bestem Wetter die alte Maya-Städte erleben konnten.

Mit dem Nachtbus ging es an den Ort des große Finales. Tulúm! Karibik. Meer. Türkisblaues (ich hatte es schon lang nicht mehr erwähnt) Wasser. Was kann besser sein, um sich von México zu verabschieden, als sich ein so phantastischs Fleckchen dieses riesiegen Landes Der Palast mit Wachturm in Palenquezu suchen. Aber auch hier ließ der Regen nicht lang auf sich warten.

Am Samstag Morgen rollten wir an der Karibik ein, schnappten uns ein Taxi zum Strand und hatten binnen kürzester Zeit eine Hütte 15 Meter von der Wasserkante gemietet. Durch die Ritzen im Holz konnte man das türkisblau des Meeres sehen und die Wellen rauschten an den Strand.

Wir zogen bald los, Kurs am Strand entlang auf die RuiAussicht aus unserer malerischen Karibik-Hüttenen der Mayas zu. Es ist wohl eine der am malerischsten gelegenen archeologischen Städten Méxicos – unten der Strand, das blaue, wunderbar warme Wasser, und auf grauen Felsen ragen die alten Ruinen der Maya-Hafenstadt Tulúm in die Höhe.

Über dem karibischen Meer hatte sich bei Ankunft an den Ruinen bereits ein kapitales Unwetter zusammengebraut, so dass wir nach einer knappen Stunde auf dem Gelände bereits in einem strömenden und vom Meer her peitschendem Regenguss standen und Zuflucht an Mauern suchen mussten.

Als das Unwetter auch nach einer Stunde nVater und Sohn vor dem Unwetter in der Karibikicht abbrechen wollte und immernoch kräftig Wolken vom Meer aus auf die Halbinsel Yúcatan zujagten, beschlossen wir, die Ruinen für heute Ruinen sein zu lassen und machten uns auf dem Weg in unsere Hütte, in der bereits auch Pfützchen standen, weil die Ritzen im Holz eben nicht nur einen phantastischen Blick aufs Meer freigaben, sondern auch groß genug waren, um den waagerecht vom Meer kommenden Regen ins Innere zu treiben. Als sich das Wetter ein wenig beruhigte, setzten wir uns mit einem Bier in der Hand auf unseren Meerblick-Balkon und versuchten mit Taschenmessern eine Kokosnuss zu öffnen, was auch gelang. Aber mein Schweizer Messer seine Spitze kostete.Einfach genießen!

Gestern dann hatten wir noch den ganzen Tag am Meer zum Genießen. Vater war noch einmal zu den Ruinen von Tulúm geschlendert und ich gab mich mit dem warmen karibischem Meer zufrieden und aalte mich noch einmal in der Sonne, wohlwissend, dass ich soetwas in Deutschland wohl nicht so schnell wieder haben werde.

Am späten Nachmittag nahmen wir mit Colectivos Kurs auf Cancún und um 22Uhr stiegen wir in unsere Maschine, die uns am frühen heutigen Morgen wieder in DF ausspuckte.

Heute schaffte ich es dann doch, Vater noch das Zentrum von México zu zeigen und jetzt geht es wol gleich mit Bernhard und Paola zum Abschiedsessen – und zwar zum Argentinier. So ist das.

2 Antworten to “Unterwegs auf Tierra Chiapaneca & in der Riviera Maya”

  1. Jeder Abschied ist ein Neuanfang; ich freu mich auf dich und auf euch. Gute Landung in FFM und im deutschen und europäischen Alltag…
    Hasta muy pronto,
    mamá

  2. Beeindruckende Bilder!
    Micch würden jedoch mit Abstand am meisten die Ruinen vergangener Zivilisationen interessieren.

    Schön geschrieben!

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