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Zurück im Großstadtlärm

Posted in am Rande, mexico city, puebla, Viajando! with tags , , , , , , , , , , on 4. März 2010 by Jakob

Nach einer Woche Playa, Palmen, Sonne und Entspannung bin ich nun schon seit Sonntag wieder in DF und arbeite hier ein wenig an meiner Hausarbeit weiter. Das ging an der Küste natürlich wesentlich leichter von der Hand, weil dort nicht nur nahezu absolute Ruhe und sanftes Wellenrauschen vorherrschte, sondern auch, weil als Belohnung immer ein wenig Entspannung am Strand wartete.

Am Samstag bin ich allerdings recht frühzeitig aus dem Paradies abgereist, mit einem kleinen Van-Shuttle in 5 Stunden über die Sierra Madre nach Oaxaca geschaukelt worden (es ist immernoch nichts für empfindliche Magen – aber meiner hat mal wieder gehalten) und bin dort gleich in den nächsten Bus nach Puebla gesprungen. Nach gut 12 Stunden Reise war ich bei Mónica zu Hause angekommen, wo unsere 15-Mannschaft sich ein letztes Mal in großer Zahl versammelt hatte, um noch einmal beisammen zu sein, bevor die ersten wieder gen Heimat abreisen.

Ich selbst war ein wenig müde von der Reise und die Stimmung wurde ein wenig von den Nachrichten aus Chile getrübt. Das verheerende Erdbeben hatte die Familie von Agos, unserer chilenischen Mitbewohnerin heftig zugesetzt. Gesundheitlich blieben zwar alle heil – aber das Dach über dem Kopf zerstörte das Erdbeben – lange gab es nicht einmal Nachrichten von ihren Verwandten und so wurden über verschiedenste Länder, in denen gerade Bekannte von ihr sind, Mails ausgetauscht und Informationen weitergegeben. Ihre Oma wohnte in der Küstenregion direkt neben dem Epizentrum, was dort nicht das Erdbeben aus den Verankerungen riss, schwemmte die anschließende Flutwelle weg. Die Menschen, und so auch ihre Oma, mussten in die Berge flüchten – eine Region, die vorher wenige Probleme hatte, wurde auf einem Schlag zu einer Katastrophenzone. Es gibt kein Trinkwasser, und wenn doch, wird es zu horrend teuren Preisen verkauft, Supermärkte, oder das, was von ihnen übrig blieb, wurden geplündert – nach der Naturkatastrophe setzt nun das Chaos den Menschen in Chile zu. Kein Wunder, dass auch Agos nicht wirklich zum Feiern zu Mute war.

Am Sonntag dann reiste ich am Nachmittag wieder nach DF und hier läute ich nun meinen letzten zwei Wochen ein. Am Montag gibg es mit Enora zu einer etwas kruden Filmpremiere ihrer Produktionsfirma inklusive der Anwesenheit des Regiesseurs und der Hauptdarstellerin, die allerdings in den Nachfragen nach dem Film nur wenig glänzen konnten.

Gestern habe ich mir endlich nun noch Avatar angeschaut und war von den realistischen 3D-Bilderwelten fasziniert und heute setze ich mich wieder einmal an die Arbeit – die Zeit läuft, und wenn ich aus Mexico wiederkomme, ist auch schon fast Abgabetermin.

Am Wochenende geht es noch einmal raus aus der Großstadt. Wir wollen uns ein Wochenende am Strand in Acapulco gönnen und so nun auch endlich nach weit über einem Jahr diese Stadt noch kennenlernen und den harten Jungs bei ihren atemberaubenden (hoffentlich!) Sprüngen von den Klippen zuschauen. Außerdem tut Sonne und ein wenig Strand nach einer Woche DF auf jeden Fall schon wieder not.

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Tiempo pasando – ein kleiner Countdown.

Posted in Vorfreude with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , on 24. Juni 2008 by Jakob

NOch genau 3 Wochen. Drei ganze Wochen und ich werde still und friedlich, vielleicht aber auch aufgeregt und voller Vorfreude in einer Kranichmaschine nach Mexiko sitzen. Mitten über dem Atlantik dürfte ich um diese Zeit dann schweben – wohl schon näher an Mittelamerika, als noch an Europa.

In zweieinhalb Wochen werde ich meine letzte Prüfung für das Grundstudium hinter mir haben. (Hoffentlich!). Und damit für 2008 frei von sämtlichen universitären Verpflichtungen (okay, in Bonn) sein.

In zwei Wochen werde ich mein letztes Referat für 2008 in Bonn hinter mir haben und möglicherweise auch die erste Hausarbeit im Grundstudium abgeschlossen haben. Wobei es am zweiten Teil des vorangegangenen Satzes noch erhebliche Zweifel gibt.

In einer Woche werde ich mein Zimmer für die Dauer von dann etwas mehr als einem Jahr los sein. Dann kommt bereits der Nachmieter rein, und hier entsteht kurzfristig eine Dreier-WG.

In weniger als einer Woche werden wir wissen, ob und ich hoffe doch ganz zuversichtlich DASS(!) Deutschland Europameister ist. Im Endspiel gegen Russland. Schätze ich.

In noch kürzerer Zeit werde ich meinen letzten Tag in diesem Jahr und fürs Erste im Steppenwolf in Bonn gearbeitet haben. Und meine Ausstand gegeben haben.

Und in  einem Tag wissen wir, ob Deutschland jemals (eigentlich kein Zweifel!) das Finale der Em 2008 erreicht haben wird. Soviel zum Countdown. So viel zum Zittern. Und so viel zu Spannung und Vorfreude.

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