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Grippe weg, Wetter schlecht, Besucher da.

Posted in Adios México, puebla with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 22. Mai 2009 by Jakob

Grau, trüb und ziemlich verregnet. Klingt nicht besonders nach Mexiko, aber  so präsentiert sich aktuell hier das Wetter in Puebla und ich muss mich meinem Besuch gegenüber entschuldigen, dass das Wetter momentan überhaupt nicht mitmacht. In meiner gesamten Mexiko-Zeit hab ich bislang nicht soo miserables Wetter erlebt und ich hoffe, daß sich das sofort ändert.

Denn: am Dienstag Abend ist mein erster Besuch eingetrudelt und heute nachmittag soll Daniel auch in Mexiko landen. Und während das Auswärtige Amt schon nicht mehr wegen der Grippewelle von Reisen nach Mexiko „dringend abrät“, fange ich gleich an, wegen akut schlechtem Wetter vor „nicht unbedingt erforderlichen Reisen“ nach Mexiko abzuraten. Aber Spaß bei Seite.

Ich bin wirklich froh darüber, dass ich Recht behalten habe, und das Auswärtige Amt (und die Grippe) sich so verhalten haben, wie ich mir das schon vor drei Wochen gedacht habe. Damals hatte ich noch ängstliche Mails beantworten müssen, ob man denn jetzt wirklich mich noch besuchen kommen könnte, und ich sagte: Klar fliegst Du – in 3 Wochen erinnert sich hier keiner mehr an die Panik von Anfang Mai. Und genauso ist es jetzt auch und ich kann meinen Besuchern ein von Touristen leergefegtes Mexiko präsentieren. Mich störts nicht. Und der paradiesischen Ruhe an der Küste kommt das nur zu Gute.

In den vergangenen Tagen war ich mit Thaela und ihrem Freund (auch trotz aller Grippewarnungen und „Du wirst sterben müssen!“ nach Mexiko gekommen – und lebt noch) mal wieder bei der Lucha Libre und am Dienstag sind wir in vollständiger deutscher WG-Runde auf Safari in den Süden von Puebla gegangen. Mit einem Taxi ließen wir uns durch den Africam-Safari-Park kutschieren und fuhren in nur wenigen Metern Entfernung an Begalischen Tigern, Löwen, Gazellen, Giraffen, Bisons und Kamelen vorbei. Alles in allem hatte ich mir die Anlage ein wenig natürlicher vorgestellt – aber für gute Fotos hatte die Safari alle mal gereicht. Auch ein kleiner Zoo, der am Ende zu Fuß zu durchlaufen war, war echt nett gemacht und unser kleiner Ausflug auf ein kleines Fleckchen Afrika mitten in Mexiko hatte sich gelohnt (siehe Photo-Auswahl).

In den nächsten Tagen war ich damit beschäftigt, wenn es nicht gerade regnete, Kathi Puebla und Cholula zu zeigen. Nicht so einfach, die Stadt und das Land besonders schön erscheinen zu lassen, wenn man jeden Nachmittag dabei eingeregnet wird. Aber während ich das hier schreibe, schaut die Sonne schon wieder durchs Fenster und ich hoffe, dass sie sich jetzt endlich halten wird. Aber gut, der See-Urlaub ist ja auch keine 3 Tage mehr entfernt.

Kathi ist inzwischen heute Morgen auf DF-Entdeckungstour gegangen und kommt hoffentlich morgen Abend gesund und munter gemeinsam mit ihrer Freundin (die morgen Abend landet) wieder nach Puebla zurück, damit wir alle gemeinsam am Sonntag morgen in den Leihwagen steigen können und Richung Küste brausen können. Ach, watt freu ich mich auf Sonntag – ich muss raus aus Puebla. Weg hier. Zum Strand. Zur Sonne.

Nordmexico-Trip 1 – Los Mochis-Creel

Posted in mexico city, pacifico, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 28. Februar 2009 by Jakob

sn859854So, nach über einer Woche komme ich nun endlich dazu, auch hier einen längeren Bericht über unsere Tour mit Norman, Sally und Enora im Norden Mexicos zu verfassen. Unsere Reise startete, wie ich schon im vergangenen Artikel angekündigt hatte, mit Enora und mir auf den Weg nach DF, wo wir gegen 6 unsere beiden deutschen Gäste erwarteten. Nachdem die beiden bereits unfreiwillig in Madrid 24 Stunden hängen geblieben waren, erwarteten wir sie zunächst pünktlich am Aeropuerto Internacional in Mexico Stadt. Aber als der Flieger aufsetzen sollte, verschwand er erstmal von den Bildschirmen. Seltsam, keine Verspätung, einfach weg. Enora suchte einen Iberia-Schalter auf, um mehr Infos zu bekommen, und nach einer halben Stunde war er wieder auf dem Bildschirm und wurde mit 2 Stunden Verspätung erwartet. Also landeten die Beiden letztenDer Nevado de Toluca aus dem Flugzeugdlich um halb 8 und wir konnten sie eine halbe Stunde später in Empfang nehmen.

Wir zogen dann mit der Metro in die Stadt, Kurs auf Katinkas WG, eine ehemalige Mitbewohnerin aus der 15 in Puebla, die uns für die Nacht beherbergen wollte. Die WG hat 9 Mitbewohner und bekam im Laufe des Abends noch mindestens 20 Besucher/Freunde hinzu und so kamen wir erst recht spät zur Ruhe. Aber letztendlich sogar in einem einzelnen Zimmer für uns vier.

Anflug auf Los Mochis - links von uns der PazifikAm Samstag klingelte dann schon um 6 Uhr der Wecker und wir verließen die noch ruhig-liegende Wohnung im Morgengrauen. Am Flughafen checkten wir bei Interjet ein und frühstückten noch ein wenig. Dann ging es pünktlich um neun Uhr in die Luft und wir schwebten über den Nevado de Toluca (4650m) in Richtung Norden nach Sinaloa an den Pazifik. In Los Mochis landeten wir auf einem klitzekleinen Flughafen und die Landschaft hatte sich bemerkbar verändert: Wüste, grau, kaum Bäume, karge Berge am Horizont und einige Felder, die offenkundig den Luxus der Bewässerung genießen durften und von daher in saftigem grün standen.

Enora bei der Ankunft in Los MochisWir sprangen in ein völlig überteuertes Taxis, dass gleichzeitig auch die einzige Möglichkeit war, vom Flughafen in die Stadt zu kommen. Ein leider weit verbreitetes Phänomen in Mexico, dass die Taxislobby in vielen Städten zu verhindern wusste, dass es öffentlichen Nahverkehr zu Busbahnhöfen oder Flughäfen gibt, die irgendwo in der Pampa sind, und Touristen und Passagiere die willkürlich festgelegten Preise bezahlen müssen, wenn sie denn nicht stundenland laufen wollen.

Meiner, Norman, Sally und Enora am Bahnhof von Los MochisLos Mochis hatte an sich nicht viel zu bieten, wir checkten in ein Hotel im Stile der 70er Jahre ein und machten uns auf Erkundungstour zum Bahnhof und später nach Topolobampo an die Pazifikküste, um das Meer zu sehen. Der Bahnhof lag ruhig und verlassen in der Staubwüste außerhalb der Stadt und ein einzelner Sicherheitsmann bewachte den Eingang der Bahnhofshalle, die nur früh am Morgen, wenn der CHEPE startet (CHEPE= CH-P= Chihuahua al Pacifico-Zug) und spät abends, wenn die beiden Züge aus Chihuahua (Primera Clase und Segunda Clase) eintreffen Leben eingehaucht bekommt.

Pelikane am Pazifik in SinaloaAlso schossen wir ein/zwei Bilder und fuhren mit dem nächsten Bus an den Pazifik, der mich zunächst mit seinem grauem Strand und flachem, wellenlosem Wasser an den mexikanischen Golf erinnerte. Dort, wo ausschließlich mexikanische Familien vereinzelt herumschlenderten, aßen wir und spazierten ein wenig am Strand entlang, bevor wir wieder am Abend nach Los Mochis fuhren und früh ins Bett fielen. Denn am nächsten Morgen sollte es schon wieder früh losggehen.

Der Trip Teil 1 in einer Dia-Show

5:30 Uhr standen wir am Sonntag Morgen auf, und schnappten uns den nächsten Colectivo zur Estación. Dort hatte der Erste-Klasse-Zug Los Mochis bereits noch in der Dunkelheit verlassen und wir stellten uns mit ausschließlich mexikanischen Passagieren, die mit ihren Cowboy-Hüten original zur Landschaft passten, in die Schlange, um unsere Tickets für den heiß-ersehnten Zugtrip vom Pacifico nach Chihuahua aCHEPE - Zweite Klasse am Bahnhof von Los Mochism Schalter zu kaufen.

Als der Uhrzeiger sich bedrohlich der Abfahrtszeit näherte (7 Uhr), schickte die Ticketschalter-CHEPE-Fahrkarten-Verkaufsfrau uns weg und meinte, wir sollten die Tickets im Zug kaufen. Sie hatte ohnehin für den Verkauf eines einzelnen Tickets jeweils mindestens 3 bis 5 Minuten gebraucht, und so schien diese Lösung auch sicherer, als mit ihr das eher langwierige Geschäft abzuschließen.

Also stiegen wir in einen der grün-rot angestrichenen Waggons und ließen uns vom Schaffner einen Platz zuteilen. Inzwischen schob sich die Sonne über den Rand des Horizontes, und als diese sich vom Rand des Horizontes löste und die ersten Sonnenstrahlen flach über das Land schickte, setzte sich unsere Lokomotive lärmend in Bewegung. Und es ging los.

Langsam zog das flache Land an uns vorbei, die Morgensonne tauchte es in ein warmes, rötliches Licht, und die Strecke führte uns zunächst durch Felder. Langsam schob sich der CHEPE durch das Land, und Landschaft in Sinaloa - Berge am Horizontwir hatten zunächst das Gefühl, dass man nebenher laufen könnte. Ich begann hier und da, neben den selbstverständlichen Digibildern, Videos aufzunehmen, weil ich in Kürze gern ein Video hier einstellen möchte, dass die Fahrt komplett von Los Mochis bis Creel bebildern soll.

Der Zug bestand aus fünf Waggons, die rot bepolsterte, weiche und angenutzte Sitze hatten und mit einer Klimaanlage auf frische Temperaturen heruntergekühlt wurden. Zwischen den Waggons waren die jeweiligen Türen zweigeteilt, und den oberen Teil konnte man aufmachen. Und so konnte man während der Fahrt fast das Gefühl bekommen, draussen zu stehen. Ein Bistro-Wagen teilte den Zug in genau zwei Hälften, und auf einem karierten A4-Blatt standen handschriftlich die Öffnungszeiten, mit einem Tesa an die Wand über die Bar geklebt. Der Bar-Mann schwatzte bevorzugt mit den Schaffnern und mit den Sicherheitsleuten, die mit Maschinengewehren auf dem Rücken sich Trocken und karg - wir schnaufen bergauf in die Sierra Madrewahleise wichtig machten, oder faulenzend für ein abschreckendes Bild sorgten. Einer jener schwer-bewaffneten Gesellen kam recht bald zu uns und fragte, woher wir kämen, wohin wir führen und was wir so trieben. Allerdings mehr aus persönlichem Interesse, als aus Sicherheitsaspekten heraus, und außerdem, wie wir später mitbekamen, um uns bereits ein Hotel in Creel aufzuschwatzen, in dem er angeblich vor einiger Zeit mit seiner Familie ein paar tolle Tage verbracht hätte. Als später weiteres Zugpersonal mit den gleichen Visitenkarten bei uns auftauchte, schien uns die Familien-Urlaubsgeschichte nicht mehr glaubwürdig. Wir entschieden uns, dieses Hotel auf jeden Fall zu meiden und die Verkaufsstrategie, die wahrscheinlich ein findiger Hotelbesitzer mit dem CHEPE-Personal abgekatert hatte, nicht zu unterstützen.

Begeistertes Photographieren - Normi fällt fast aus dem ZugNach wenigen Stunden Fahrt veränderte sich allmählich die Landschaft, die an unserem Fenster vorbeizog. Die Felder wurden weniger, bis sie ganz verschwanden und das Land wurde karger. Gelbes, verbranntes Gras und Bäume ohne Blätter zogen draussen vorbei, dazwischen immer wieder Kakteen und die Berge begannen sich zunehmend weiter in die Höhe zu recken. Häufig gekrönt von schroffen Felsen, auf denen ebenso wenig wuchs.

Je weiter wir in die Sierra mit dem Zug eindrangen und uns Höhenmeter um Höhenmeter langsam schnaufend nach oben arbeiteten, um so spektakulärer wuDer CHEPE schraubt sich in die Höhe - und überquert immer wieder Tälerrde das, was an uns vorbeizog. Die Berge wurden höher und höher, die Strecke schlängelte sich schmal durch die Landschaft, mal eng an den Hang einer Schlucht gepresst, mal über atemberaubend hohe Brücken, die uns einen Blick in Wasser gefüllte Täler ermöglichten, bevor wir mit dem Zug in den nächsten Tunnel eintauchten.

Am Nachmittag hatte sich die Landschaft gänzlich in die Kulisse eines Westerns oder Indianerfilms verwandelt. Die Schluchten wurden schroffer, In 360 Grad-Windungen gewinnt der CHEPE schnell an Höheenger und tiefer, die Felsformationen standen schnurgerade und wie Wände in der Landschaft. Ausgetrocknete Flußbetten durchzogen kleine, zart bewaldete, aber trockene Täler und hier und da hatte die Zivilisation ihre Spuren in Form von einfachen Holzhäusern oder urigen Ranches hinterlassen.

Gegen 4 rollten wir in Divisadero ein. Divisadero – das ist DER Aussichtspunkt für die Barranca del Cobre – die Kupferschlucht. Keine 1Tarahumara-Indianerin versucht ihre geflochtenen Körbe an die Zugpassagiere zu verkaufen00 Meter vom Bahnhof, der von Verkaufsständen mit Essen und Handwerkskunst der Tarahumara überflutet ist, steht man am Rande der Schlucht und blickt in 1800 Meter in die Tiefe in das weit verzweigte Schluchtensystem, das die beiden Flüsse Otero und Urique über die Jahrtausende in die Landschaft gegraben haben. Der Canyon ist über 50 Kilometer lang und gilt als einer der größten Nordamerikas – größer, tiefer und länger als der Grand Canyon. Der Blick schweift über die kilometerweite Schlucht bis er am anderen Ende wieder auf schroffe Felsen trifft und dort die Schlucht mit den Bergen der Sierra Madre Occidental wieder Eins wird. Die Abendsonne ließ die Luft diesig erscheinen und man konnte zuweilen nicht bis zum Boden schauen. Ein faszinierendes Panorama, dass sich dort vor uns erschloß.

Barranca del Cobre - von Divisadero aus gesehenLeider blieb uns bei diesem kurzem Zwischenstopp nicht viel Zeit, den Blick zu genießen, und wir schossen nur erste Fotos, um am Montag Nachmittag mit Ruhe zurückzukehren.

Bald setzte sich unser Zug wieder in Bewegung und eine Stunde später kamen wir in Creel an. Die „Stadt“ erinnerte mich zunächst an San Carlos de Bariloche in den Anden Argentiniens. Häuser einer Bergstadt, spitze Dächer, holzverkleidet. Klein und beschaulich zieht sich der Ort an den Schienen des 1907 eingeweihten CHEPE entlang.

Wir schafften es, den Hotelhäschern zu entkommen und suchten uns ein kleines Hotel im Zentrum auf eigene Faust. Nach einem ausgiebigem Abendessen, in einem Restaurant, dass in der nächtlichen Frische glücklicherweise über einen entfachten Kamin verfügte, fielen wir in unsere Betten. Reisen kann anstrengend sein.Der CHEPE rollt weiter -wir bleiben. In Creel.

Und lesen auch. Und Blogschreiben ebenso. Deshalb mache ich hier fürs Erste Schluss und reiche morgen den zweiten Teil der Reise nach. Bis dahin, buenas noches!

PSs:

PS: Bald folgt auch das CHEPE-Video. Ich brauch nur die Zeit, es zu schneiden.

PPS: Stefan, Maike, Jonas, Gunnar: Was ein geiles Geschenk! Ich war den Tränen nahe. Ich freu mich, Euch wiederzusehen – und mit Euch auf dem Kreuzberg oder dem Anleger ein Bierchen zu genießen! Kriegt auch gleich noch ne Mail.

PPPS: Mehr Bilder zum ersten Teil der Nordmexiko-Reise gibts hier!

PPPPS: Normi hat seit heute sein eigenes Zwitschergewitter zur Mütterberuhigung auf der Reise ohne mich. Wo? Hier in der rechten Seitenleiste unter meinem Twittergewitter und hier komplett.

Sonne, Palmen, Meer und 25 Grad…

Posted in pacifico, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 14. Dezember 2008 by Jakob

… und ich rede hier natuerlich nicht von Luft-, sondern von Wassertemperatur. Ja ja ja, ich weiss, waehrend Ihr im kalten Deutschland sitzt und Euch den Hintern wegfriert, faellt mir mal wieder nichts anderes ein, als Euch von Palmen, hohen Wellen, blauem Wasser und strahlender Sonne vorzuschwaermen. Und da will ich den schicken kleinen Pool in unserem Hotel gar nicht erwaehnen, der da still im Halbschatten der Palmen auf Geaeste wartet.

Atlantida-Van von Oaxaca nach Pt. EscondidoIhr seht, es geht mir wunderbar und ich geniesse mal wieder Puerto Escondido. Diesmal ist das Wetter noch bestaendiger, als im August, aber auch das liegt an der Trockenzeit.

Wir sind am Donnerstag mit einem Van nach San José hoch in die Sierra gefahren und haben uns dort eine Nacht in einer kleinen Huette gegoennt. Die Vegetation erinnerte dot eher an Suedfrankreich – Pinienwaelder, Laubbaeume, Straeucher und, na gut, auch Palmen und Agaven. Blick ueber die Berge bei San JoséWir haben die Freitag Vormittag fuer eine Wanderung in den Bergen genutzt und sind am Nachmittag mal wieder in einen dieser dicken, weissen Ford-Vans gesprungen, der uns dann schlussendlich an den Pazifik brachte. Mit einem Micro wackelten wir dann noch eine gute Stunde die Kuestenstrasse von Pochutla nach Puerto Escondido hinauf und checkten dann in eben jenem oben beschriebenen kleinen Hotel ein.

Ich neben einer Riesen-AgaveDas Hotel hatte ich schon im August mit Martin besucht und ich hatte es in guter Erinnerung behalten – und die Besitzer erkannten mich schliesslich auch wieder. Hier werden wir noch anderthalb Tage am Strand verbringen, bevor wir wieder nach Sueden, oder besser, Osten starten und uns nocheinmal an einem anderen Strand in Mazunte niederlassen. Die Saison der Waale und Delfine ist angebrochen, und so wollen wir uns die springenden Riesen und die lustigen kleinen Kerle nicht entgehen lassen.

Was die Fotos angeht, so muss ich mal wieder enttaeuschen: Das letzte Inet-Cafe hat auf meinem USB-Stick meine Fotoordner zerstoert und so musste ich ihn eben ersteinmal neu formatieren. Das ist hier eine echte Plage: steckst Du einmal einen USB-Stick in einen oeffentlichen Rechner, ist er voll mit Wuermern, Trojanern und Viren. Das passiert mir schon jedes Mal, wenn ich in Puebla drucken muss, aber zerstoert wurde bislang noch nichts. Auch diesmal habe ich Glueck im Unglueck: Alle Bilder, dich ich auf meinem USB abgelegt hatte, sind noch in meiner Kamera. Hatte wohl irgendwie den richtigen Riecher, als ich sie nicht direkt nach der ersten Sicherung von der SD-Karte loeschte. Aber: Ich hab sie nicht hier.

Also, das naechste Mal mit mehr Zeit – und hoffentlñuch einer besserbn Tastatur, diese hier raubt mir den letzten Nerv – jede dritte Taste schreibt wann sie will – ist also nich meine Schuld…. i

Eine kleine Landpartie.

Posted in puebla, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 23. Oktober 2008 by Jakob

Die schönsten Ziele findet man in keinem Reiseführer. Und die, die man schließlich darin findet, sind dann auch wirklich nicht als touristisch zu verkennen. Also bin ich es nun anders angegangen, bin bei der Fotocommunity Flickr einer Gruppe Namens „Puebla“ beigetreten und poste dort nicht nur teilweise meine Bilder aus Puebla und der Region, sondern habe gleichzeitig noch einen viel größeren Nutzen dieser Fotogemeinschaft herausgefunden. Am Wochenende war ich durch die Diashow der Gruppe gesurft und hatte das ein oder andere beeindruckende Bild gefunden: Lagunen, Wasserfälle, Natur und schließlich  alte Ruinen von längts verlassenenen Franziskanerklöstern. Zum Glück geben die Fotografen auch die Orte ihrer Bilder an und so fand ich die Dörfer Tepeaca, Tecali und Cuatinchán, die alle drei über Überreste von alten Klöstern verfügen. Gemäuer, trotz ihrer Unvollständigkeit, nach wie vor beeindrucken können. Und weil ich am Dienstag nur kurz Uni hatte, die Sonne strahlte und sich der Himmel in einem beeindruckenden tiefblau präsentierte, machte ich mich auf den Weg zum Busbahnhof, um herauszufinden, wie man denn hier so auf die Dörfer kommt. (Im Bild unten eine Karte des Südwestens von Puebla – das „A“ markiert Tecali)

Mit einem Regionalbus fuhr ich zunächst in die Kleinstadt Tepeaca und stand dort leider vor verschlossenen Türen des ehemaligen Franziskanerkonvents. Ein kleiner Micro brachte mich dann noch mehr aufs Land und ich war in Tecali gelandet. Einst eine Stadt des Adels der Tolteken-Chichimeken vor der spanischen Eroberung, war es danach zu einem Ort mit einem großen Franziskanerkonvents avanziert. Zwischen 1540 und 1569 bauten hier die Franziskaner ihr Kloster, dass sie bereits um 1643 verließen. Warum bleibt für mich bis heute im Dunkeln, über die Gründe war nichts zu erfahren. Fest steht nur, dass sie es freiwillig dem Lauf der Dinge überließen.

Heute zeugt das ehemalige große Kirchenschiff und weitere Anlagen noch von dem Konvent. Eine beeindruckende Fotokulisse, in der ich mich dann schließlich bis zum Abend austobte und mit, meiner Meinung nach, beeindruckenden Bildern zurück nach Puebla kam. Eine Auswahl der Bilder habe ich in einem Ex-Conventos-Stream bei Flickr bereitgestellt, zum Genießen im Vollbildformat. Einige Bilder sind auch in meinen Impresiones de México-Stream gewandert.

Und so muss ich doch sagen, dass mir die Gruppe „Puebla“ bei Flickr als Möglichkeit, nahe und interessante Ziele in der Umgebung meiner Stadt zu erkunden, sher gut gefällt. Es werden in Kürze sicherlich weitere Regional-Trips folgen – schließlich muß ich auch mal raus aus Puebla. Und so spannend ist die Stadt nach knapp 3 Monaten auch nicht mehr….

Was auf die Augen!

Posted in am Rande with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 11. Oktober 2008 by Jakob

Mal nicht so viel zum Lesen, sondern mehr zum Guggen! Es gibt eine neue Seite auf dem Blog -> Funkografía Mexicana. Hier gibt’s Photos zu sehen, die meine Funke so während des täglichen Lebens so schießt. Photographisch alles andere als anspruchsvoll steht hier eher der Dokumentationscharakter tagtäglicher Szenen im Vordergrund. Ich hatte eine solche Kategorie bereits auf meiner Homepage für tägliche Funkografien eingerichtet und möchte dies nun doch in Mexico fortsetzen. Der Weg zu Funkografía Mexicana führt über die rechte Seitenleiste unter „Seiten“.

Photographisch etwas wertvoller geht es in meiner Flickr-Galerie zu. Hier sind 27 neue Bilder aus Mexico hinzugekommen. Den Weg zur Galerie findet ihr ebenso über die rechte Seitenleiste. In der Kategorie „…mehr Mexico!“ gilt es den Link „Impresiones de México“ anzuklicken, und im sich öffnenden Fenster nur noch rechts unten auf „Vollbild“ schalten. Dann: Zurücklehnen, schauen, genießen. Macht sich besonders an trüben, herbstlichen Sonntagnachmittagen gut. 😎

Buena vista – impressionante!

Posted in puebla with tags , , , , , , , , , , , , , , , , on 2. September 2008 by Jakob

Bueno viel Neues zu erzählen gibt es nicht, aber dafür ein bißchen Futter für die Augen. Für alle, die wissen möchten, wie ich mich in den letzten zwei Monaten verändert habe, gibt’s ein Vorher-Nachher-Bild. War heute das erste Mal beim mexikanischen Friseur und hab mir die blonden Härchen stutzen lassen. War doch dringend nötig geworden….

Vorher….

Nachher!

Aber genug der bildlichen Selbstdarstellung. Als ich am Nachmittag aus der Uni kam, roch die Luft nach guter Aussicht. Die Sonne schien in vollen Zügen, warmes Abendlicht fiel durch die Strassen, und kaum ein Wölkchen hielt sich am Himmel auf. Meine Vermutung, dass bei diesem Wetter der Blick von unserer Terasse besonders gut sein müsste, fand dann auch kurze Zeit später seine volle Bestätigen. Aber schaut selbst…. es ist beeindruckend!

Der Blick von meiner Terasse auf die Kathedrale Pueblas (höchste Mexikos, um mal mit Superlativen zu protzen) vor dem Hintergrund von La Malinche (4.461 m).

Und schließlich der Blick in Richtung D.F. – der wilde Popocatepetl (5.465 m) zeigt sich in seiner vollen Schönheit. Ein Jammer, dass man ihn nicht besteigen kann.

Aber La Malinche steht bereits auf dem Bergprogramm. Sobald die Regenzeit vorüber ist, wird er mein erster Akklimatisierungsgipfel werden… es wird Zeit, Zeit zum Gipfelstürmen, Zeit für Mexico von oben.

Bienvenidos a la BUAP

Posted in Bienvenidos!, puebla, uni with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , on 28. August 2008 by Jakob

Nach zwei Wochen Uni sind wir, die ausländischen Studenten nun auch offiziell an der Uni begrüßt worden. Am Dienstag wurden wir zu einem Cocktail ins Edificio Carolino in der Altstadt eingeladen und ich machte mich dorthin auf den Weg mit meinen beiden Mitbewohnerinnen, Luciana und Enora.

Nach einem ellenlangen trockenen Begrüßungsteil in einer beeindruckenden Aula, einem schlecht gemachten Promo-Film über die BUAP und einem etwas besser gemachten Film über den Staat Puebla (Tú estado ideal!) wurden wir endlich ans Buffet im Innenhof geladen. Hier gab es dann Cemitas, eine Art Sandwiches mit interessanten und unbeschreiblichen Dingen darin und dazu mexikanischen Tanz. Eine Tanzgruppe führte diverse traditionelle Tänze vor und wir, die Ausländer, durften sich so poco a poco kennenlernen. Insgesamt sind in der BUAP momentan 150 ausländische Studierende, was eher wenig ist. Der Großteil kommt aus Lateinamerika, Spanien und Frankreich – aus Deutschland sind 17 Stundenten da und ein Prof von der FU Berlin. Ich habe zwei Deutsche kennengelernt und bin eher mit Luciana und Enora über das Fest gestreunt, dass bereits nach einer Stunde schon wieder vorbei war. Immerhin, man hatte uns mit ganz besonders chiquen BUAP-Beuteln ausgestattet mit Infomaterial und einem darin und einem Stadtplan darin.

(La noche de Jenga – Eindrücke aus dem WG-Küchenleben)

Ansonsten läuft die Uni eher ruhig weiter. Der ein oder andere Kurs fällt aus, weil der Prof nicht da ist, und andere Kurse beginnen mit einstündiger Verpätung. Aber das ist eben Uni in Mexico. Man wird schon fast komisch angeschaut, wenn man pünktlich vor dem Seminarraum steht. Aber das werd ich mir sicherlich auch noch abgewöhnen.

Anonsten muss man ganz schön viel zu Hause machen. Die Kurse drehen sich immer um irgendwelche Lektüre, die zu Hause zu lesen ist, und die man in einem Papel dann zusammenfassen muss. Für die mexikanischen Studenten sollte das bei der Schwere der Texte eigentlich kein Thema darstellen, allerdings nehmen sie die Hasuaufgaben nicht ganz so ernst. Ich brauch dafür allerdings noch eine ganze Weile und es ist sicher nicht immer einfach, die Texte dann in eigenen Worten zusammenzufassen. Aber glücklicherweise bleibt ein kleiner Ausländerbonus, den einem die Profes einräumen. Und außerdem bin ich sicher, dass mit jedem Text das ganze auch ein wenig einfacher wird.

PS: Mein Gott Deutschland, wie gehst Du mit Deinen Daten um? Eine NDR-Sendung hat mich dazu veranlasst, einen Artikel in meinem Bonnblog zu verfassen – lesen, schauen, staunen, weinen – oder lachen, wenn es nicht zum Weinen reicht!

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