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El fin del viaje….

Posted in Caribe, uni with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 13. Januar 2009 by Jakob

Chichen Itza - die HauptpyramideDer Himmel ist bedeckt und grau, Wind pfeift herbstlich durch die Strassen und ab und zu fallen ein paar Tropfen Regen vom Himmel. Ganz klar, das ist nicht Karibik, das ist das gute alte Puebla.

Seit gestern abend bin ich wieder zurück und der mexikanische Winter hat mich wieder. Wenngleich jener auch nicht so stark reinhaut, wie das, was ich zuweilen in Mails aus Deutschland über den Winter erfahre und in Bildern sehe.

Palacio de los guerrerosDie letzte halbe Woche haben wir noch in der Sonne der Karibik in Playa del Carmen verbracht und dort das Meer, die warmen Sonnenstrahlen und die Farben des Meeres genossen. Auf dem Program standen neben dem Touri-Muss Chichen Itza noch ein Tagesausflug auf die Insel Cozumel, die Playa del CArmen in der See vorgelagert ist.

Chichen Itza hatte sich zunächst als schwieriger herausgestellt, als ich dachte, weil es doch weiter weg von Playa war, als ich zunächst glaubte. Allerdings konnten wir uns dann ganz Touri-Like eine nette kleine Tour buchen, die uns dann an die wohl populärsten Maya-Ruinen Mexikos bringen konnte.

Zeitig morgens ging es in einem kleinen Van los und wir fuhren rund 200 Kilometer ins Innere Yucatans. Nach ein paar Stops in Touristenfallen, kamen wir endlich an einem großen Parkplatz an, wo schon hunderte Autos parkten. Gut 2 Stunden bekamen wir eine wirklich gute Führung durch die RMeiner  -am Strand von Cozumeluinen, mit Erklärungen zu Symbolen, Ritualen und Religion der Maya und es war die erste Tour, in der der Guide nicht die Existenz von Menschenopfern bestritt. Ein großer Schritt nach vorn, in der mexikanischen Geschichtsschreibung, denn normalerweise werden solche Berichte als Erfindungen der Spanier abgetan, die die Ureinwohner blutig erscheinen lassen wollten. Allerdings gibt es mehr als genug Hinweise, dass die Maya Menschen geopfert haben, und die Opfer sich zum Großteil sogar freiwillig töten liessen, denn nach dem Tot wartete das wahre Leben – das Paradies (na, kennen wir das nicht irgendwoher?!).

Fähre Playa-CozumelNachdem wir durch die Pyramiden und Ruinen geschlendert waren, fuhren wir zu einem Cenote, um dort zu baden. Ein Cenote, dass sind Wassergrotten, die von unterirdischen Flüssen mit Süßwasser gespeist werden und über kühles, tiefblaues Wasser verfügen und meist tiefer als 100 Meter sind. Wir plantschten ein wenig, was nach den Ruinen in prasselnder Sonne wirklich willkommen war und schauten uns auf dem Rückweg noch Valladolid an, eine der ersten spanischen Siedlungen auf Yucatán.

Auf'm Mopped rund um CozumelAm Samstag dann hatten wir in aller Frühe die Fähre nach Cozumel genommen und uns dort ein Moped geliehen. Die Insel ist nicht wirklich groß und mit einem Moped kann man den Rundkurs an einem Tag machen und dass machten wir dann auch. Nachdem wir die horrenden Preise für Frühstücke in den Restaurants gesehen hatten, entschieden wir uns für ein Picknick mit Sachen aus dem Supermarkt und fanden nach langem Suchen auch ein Strandabschnitt, der zwar nur durch Privatgelände zu erreichen war, aber dOstküste von Cozumelann selbst nicht privat war. Dort schnorchelten wir auch im türkisblauem Wasser, liessen gelbe, blaue, rote und weiße Fische an uns vorbeiziehen und waren schlicht beeindruckt von den Muscheln und Korallen, die es rund um Cozumel gibt. Am Nachmittag waren wir fast nur noch auf unserem Zweirad unterwegs, machten hier und da Fotostops und am Abend schifften wir uns mit der Fähre zurück nach Playa del Carmen.

Sonntag wOn the road to Touri-Landollten wir ruhig angehen, schließlich sollte dies der erste Tag sein, an dem wir ohne Wecker aufstehen konnten. Nach einem ausgiebigem Frühstück zogen wir dann nach Cancún, um  Massentourismus in seinen schlimmsten Ausmaßen zu studieren. Ich mach es kurz: Es lohnt sich nicht. Die Stadt selbst zählt zu den häßlichsten, die mir je in Mexico den Weg gekreuzt haben und die Insel, auf der die Hotelburgen stehen, ist totgebaut. Die Hotels reichen bis 10 Meter ans Wasser und man sieht den Himmel vor lauter Beton kaum. Wir waren froh, dass wir uns für unseren Aufenthalt für Playa und gegen Cancún entschieden hatten.

GCancún - wie es leibt und lebtestern wollten wir dann eigentlich den Vormittag nocheinmal am Strand von Playa verbringen, allerdings vertrieb uns bald ein Seewind, der graua Wolken und Regentropfen mit sich brachte. Und so waren wir dann gar nicht so traurig, als wir am Abend ins Flugzeug nach D.F. stiegen und in der Nacht wieder zurück in Puebla waren.

Enora und Iguana - in der archeologischen Stätte El Rey in CancúnHeute, zu meinem Geburtstag, hab ich mich das erste Mal wieder in der Uni blicken lassen. Werd wohl bis Donnerstag meine Kurs planen und dann wieder ins Unileben einsteigen. Mal schauen, was der Abend noch an Feier bringt.

An dieser Stelle vielen lieben Dank für all die guten Wünsche, die mich via Mail, OpenBC oder Facebook erreichten. Alsdenn, bis zum nächsten Eintrag.

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