Archiv für playa

Zurück im Großstadtlärm

Posted in am Rande, mexico city, puebla, Viajando! with tags , , , , , , , , , , on 4. März 2010 by Jakob

Nach einer Woche Playa, Palmen, Sonne und Entspannung bin ich nun schon seit Sonntag wieder in DF und arbeite hier ein wenig an meiner Hausarbeit weiter. Das ging an der Küste natürlich wesentlich leichter von der Hand, weil dort nicht nur nahezu absolute Ruhe und sanftes Wellenrauschen vorherrschte, sondern auch, weil als Belohnung immer ein wenig Entspannung am Strand wartete.

Am Samstag bin ich allerdings recht frühzeitig aus dem Paradies abgereist, mit einem kleinen Van-Shuttle in 5 Stunden über die Sierra Madre nach Oaxaca geschaukelt worden (es ist immernoch nichts für empfindliche Magen – aber meiner hat mal wieder gehalten) und bin dort gleich in den nächsten Bus nach Puebla gesprungen. Nach gut 12 Stunden Reise war ich bei Mónica zu Hause angekommen, wo unsere 15-Mannschaft sich ein letztes Mal in großer Zahl versammelt hatte, um noch einmal beisammen zu sein, bevor die ersten wieder gen Heimat abreisen.

Ich selbst war ein wenig müde von der Reise und die Stimmung wurde ein wenig von den Nachrichten aus Chile getrübt. Das verheerende Erdbeben hatte die Familie von Agos, unserer chilenischen Mitbewohnerin heftig zugesetzt. Gesundheitlich blieben zwar alle heil – aber das Dach über dem Kopf zerstörte das Erdbeben – lange gab es nicht einmal Nachrichten von ihren Verwandten und so wurden über verschiedenste Länder, in denen gerade Bekannte von ihr sind, Mails ausgetauscht und Informationen weitergegeben. Ihre Oma wohnte in der Küstenregion direkt neben dem Epizentrum, was dort nicht das Erdbeben aus den Verankerungen riss, schwemmte die anschließende Flutwelle weg. Die Menschen, und so auch ihre Oma, mussten in die Berge flüchten – eine Region, die vorher wenige Probleme hatte, wurde auf einem Schlag zu einer Katastrophenzone. Es gibt kein Trinkwasser, und wenn doch, wird es zu horrend teuren Preisen verkauft, Supermärkte, oder das, was von ihnen übrig blieb, wurden geplündert – nach der Naturkatastrophe setzt nun das Chaos den Menschen in Chile zu. Kein Wunder, dass auch Agos nicht wirklich zum Feiern zu Mute war.

Am Sonntag dann reiste ich am Nachmittag wieder nach DF und hier läute ich nun meinen letzten zwei Wochen ein. Am Montag gibg es mit Enora zu einer etwas kruden Filmpremiere ihrer Produktionsfirma inklusive der Anwesenheit des Regiesseurs und der Hauptdarstellerin, die allerdings in den Nachfragen nach dem Film nur wenig glänzen konnten.

Gestern habe ich mir endlich nun noch Avatar angeschaut und war von den realistischen 3D-Bilderwelten fasziniert und heute setze ich mich wieder einmal an die Arbeit – die Zeit läuft, und wenn ich aus Mexico wiederkomme, ist auch schon fast Abgabetermin.

Am Wochenende geht es noch einmal raus aus der Großstadt. Wir wollen uns ein Wochenende am Strand in Acapulco gönnen und so nun auch endlich nach weit über einem Jahr diese Stadt noch kennenlernen und den harten Jungs bei ihren atemberaubenden (hoffentlich!) Sprüngen von den Klippen zuschauen. Außerdem tut Sonne und ein wenig Strand nach einer Woche DF auf jeden Fall schon wieder not.

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Paradies.

Posted in pacifico, puebla, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , on 23. Februar 2010 by Jakob

Unweit von meinem Balkon brandet das Meer an. Die Wellen prallen auf den weißen Sand, es rauscht, braust, kracht. Am Himmel rennen die weißen Wolken am hellen Mond vorbei, der sie in ein weißlich-gelbes Licht taucht und am Strand sorgt der Wind da oben für ein rasches Licht-Schatten-Spiel auf dem sandigen Boden. Durch die Palmen weht der warme, abendliche Seewind, es ist so warm, dass ein T-Shirt überflüssig ist und ich liege in der Hängematte auf meinem Balkon und genieße den Abend bei einer frischen und kühlen Flasche Modelo Especial.

Endlich bin ich wieder in Zipolite und auch diesmal habe ich mich in meinem Lieblings-Hostel niedergelassen. Ein bißchen fühle ich mich schon wie ein Stammgast – als ich gestern nacht hier auftauchte, und ich die Treppen hoch durch den parkähnlichen Palmengarten zur Reception ging, strecke mir freudig Toño den Kopf aus dem Häuschen entgegen – ihm und seiner Frau gehört das kleine Paradies hier, sie haben es geschaffen. Erinnerte sich noch an mich und freute sich mich wiederzusehen – ich freute mich auch, wieder da zu sein und auch ihn wiederzusehen. Es ist jetzt knapp ein Jahr her, na gut, drei Monate fehlen dafür noch, dass ich hier war – und es ist noch genau so paradiesisch. Der Strand weit, lang und heiß, unter den Palmen des Lo Cosmico ist es angenehm im Schatten und das Dörfchen hat sich auch nicht wesentlich verändert. Man könnte meinen, die Zeit findet hier keine Anwendung – sie steht hier schlicht still.

Am Montag hatte ich mich von Puebla aus über Oaxaca auf die Reise in mein kleines Paradies gemacht und nach knapp 12 Stunden stand ich da, wo ich hinwollte.

Das Wochenende hatte ich mit Enora und den ehemaligen Mitbewohnern aus unserer Puebla-Wg, der famosen 15, in Puebla weitsgehend feiernd verbracht. Am Freitag waren wir auf den Geburtstag eines Freundes von Lula eingeladen, am Samstag im Haus von Paulinas Eltern zum mexikanischen Asado – von 14 Uhr bis 4 Uhr morgens. Viele Erinnerungen wurden ausgetauscht, neue Leute kamen hinzu, es wurde gespielt (und ich gewann gegen Agos im Jenga und bin damit offizieller Quinze-Jenga-Maestro 2010!) und getanzt.

Am Sonntag fuhren wir dann ins Nachbarstädtchen Cholula, wo der traditionelle Karneval seinen großen Höhepunkt mit viel Gewehrsalven, Musik, Tanz und als Europäer verkleideten Cholultecen fand. Eine interessante Tradition, in denen sich die meisten in Engländer, bzw. Franzosen verkleiden, Gesichtsmasken von Weißen aufhaben und wild in der Gegend mit Salutsalven, die wahrlich durch Mark und Bein gehen, sich über die Europäer lustig machen, natürlich vor dem Hintergrund der Kolonialzeit, und, mehr noch, vor dem Hintergrund der blutigen Schlacht bei Puebla im Jahr 1862.

Kleine Szene vom ruhigeren Teil des Karnevals – der Einzug der Truppen.

Es ihre Art, der Geschichte die Ehre zu erweisen und sie tut weh, in den Ohren. Der Tag fühlte sich an, als hätten wir ihn auf dem Schlachtfeld verbracht – richtig zum Feiern wurde mir vor lauter zusammenzucken unter den Salven nicht zu Mute und meine Ohren hatten auch leiden müssen. Nichts destotrotz – ein sehenswertes Spektakel, auch wenn ich es aus dieser Nähe meinen Ohren nicht unbedingt noch einmal zumuten möchte. Mexikaner sind da Lärmresistenter.

Und nun: Erhole ich mich hier in meinem kleinen Paradies. Werde arbeiten und auspannen miteinander verknüpfen und mich ab morgen wieder in die Politischen Wissenschaften stürzen und in diesem paradiesischen Ambiente versuchen, eine Arbeit für die Uni zu schreiben. Was sollte ich sonst hier tun – und was könnte es besseres geben, als einfach ins Meer springen, wenn man nicht mehr tippen möchte.

Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen auch noch ein paar Bilder hinzufügen – momentan kommt mir die Internetverbindung dafür hier zu langsam vor – aber ich denke, ich konnte auch schon mit Worten einigermaßen ein Bild dieses herrlichen Fleckchen Erdes geben.

Soweit, bis bis.

Der Heilige Geist und die Robben

Posted in Adios México, baja california, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , on 18. Juni 2009 by Jakob

Strandtag, Strandtag, Baden, Schnorcheln, Robben gucken, Fotos machen und was leckeres Essen. Ungeduldige koennen nach diesem Satz schon mit dem Lesen des Artikels Schluss machen, weil eigentlich schon alles drin ist, was ich hier gerade mit meinem Papa so auf Baja California treibe.

La Isla del Espiritu Santo

Wir  sind also gestern mal wieder, was haetten wir hier, eingeklemmt zwischen zwei berauschend schoenen Meeren, auch besseres zu tun, mal wieder raus aus La Paz und auf Erkundungstour in Richtung Sueden gefahren. Weitere Straende wollten wir sehen – und wir bekamen, was wir wollten. Keine Menschenseele weit und breit, ein Strand, weiss wie Schnee, dass Wasser jungfraeulich tuerkisblau und die einzigen mit uns im Sand: Fischerboote und Pelikane. Wir verbrachten fast den ganzen Tag an zwei solcher Straende, kauten Mangos und liessen uns die Sonne auf den Ruecken und auf den Bauch scheinen und genossen lesend die Ruhe. Es ist herrlich hier in Baja California, hinter jeder Ecke lauert ein kleiner Traumstrand, weisser Sand und klares Wasser inklusive – und keine Menschenseele weit und breit.

Die Insel der Robben

Heute wollten wir dann raus auf den Golf. Mit einem kleinen Boetchen und sieben weiteren Touristen stachen wir am Vormittag in See, Kurs auf la Isla del Espiritu Santo und La Partida – zwei Inseln die der Bucht von La Paz vorgelagert, Naturschutzgebiet und fuer ihre Robbeninseln rundherum bekannt sind. Ein Grund, fuer den man eigentlich nach La Paz in BCS (Baja California Sur) kommt.

Faultiere - aehm... Robben

Wir steuerten also mit unserem Kaptn Javier suedlich um die Insel des Heiligen Geistes, die karg und trocken an uns vorbeirauschte. Roter Felsen, ausgewaschene Ufer, steinig-trockener Boden und ganz selten ein Kaktus darauf – so praesentierte sich uns die Insel. Wir legten die erste Stunde fast komplett im Boot zurueck, fegten an der noerdlich gelegenen La Partida vorbei und kamen endlich zu den Robben, den Lobos Marinos, die eine kleine Felseninsel vor den beiden Inseln zahlreich bevoelkerten. 4-500 Robben, die meisten am rumfaulen im Wasser, auf dem Ruecken treibend und noch nicht einmal einen Fisch fangend hingen die Fleischberge im Wasser herum und machten, was sie am besten konnten: Bruellen und sich in der Sonne aalen. Sonst nix.

Ein Seeloewe.

Tuerkisblaues Wasser - geniiiiiiiiiessssssssen!

Wir umrundeten die Insel und machten auf einer Seite mit dem Anker fest und stuelpten uns Flossen und Tauchermasken ueber. Das Wasser (hab ich es schon erwaehnt?) tuerkisblau und glasklar unter uns, schwammen ganze Schwaerme bunter Fischleins vorbei und ganz in der Naahe faulenzten die Robben.

In einer der Buchten

Beim Schnorcheln kam eine Kleine dicht an mir vorbeigeschwommen, waehrend ich lila-gelbe Fische, die mit schwaren Streifen verziert waren, haette mit der Hand streicheln koennen.

Ausgespuelte Felsufer

Wir fuhren weiter und machten an einer kleinen Playa halt, wo Javier binnen weniger Minuten Sonnenschirme und einen Tisch mit einem kleinen kalten Buffet hinzauberte – und wir essend im (hatte ich es schon erwaehnt?) tuerkisblauen, warmen Wasser des Golfes baden konnten.

La mascara

Auch hier packten wir irgendwann wieder zusammen und machten ueber la Mascara (eine Steinformation, die einer Maske aehnelt) und einem weiteren Schnorchelstopp in Korallengewaessern uns ueber die Nordflanke der beiden Inseln wieder auf den Heimweg an unseren Strand, an dem wir gestartet waren. Knapp fuenf Stunden verbrachten wir insgesamt auf dem Wasser und genossen die Tour sehr. Die Robben, die man ganz aus der Naehe betrachten und neben sich schwimmend beobachten konnte, waren sicherlich das beeindruckendste, wenn auch die Landschaft aus ihrem rotem und schroffem Fels sich beeindruckend rund um die Insel praesentierte. Und das Wasser …. hatte ich es schon erwaehnt …. der Neckermann-Katalog ist nichts dagegen. Schlicht: Es war schoen!

La Paz, BCS – plantschen im warmen Golf von Californien

Posted in Adios México, baja california, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 17. Juni 2009 by Jakob

Die knapp einhundert Kilometer von Todos Santos ueber die MEX19 legten wir in einer guten Stunde zurueck und dann erreichten wir die industriellen Auslaeufer und Gewerbegebiete von La Paz. Die Mittagshitze hatte inzwischen voll aufgedreht und ohne die Klimaanlage im Wagen waeren wir wahrscheinlich an Hitzeschlag gestorben – die Luft stand in La Paz und die Sonne im Zenit.

Die Seebruecke von La Paz - hinaus ins tuerkisblaue Wasser

Wir fanden recht schnell, was wir suchten – ein guenstiges Hotel, zentrumsnah und nicht zu laut, und machten uns auf Spaziergang, La Paz zu erkunden. Die Stadt hat kaum mehr historisches zu bieten, alles scheint in den letzten 50 Jahren mal aufgezogen und wieder abgerissen worden zu sein, aber der Malecon, die Strandpromenade blitzt und blinkert – sie scheint nur wenige Jahre alt zu sein und saeumt die gesamte Bucht vor der Stadt. Das Wasser des Golfes oder des Mar de Cortez liegt tuerkisblau in der Bucht vor der Stadt, kaum Bewegung gibt es auf der Oberflaeche und es ist warm. Schoen warm.

Wir beschlossen also, nach unserem Spaziergang, sofort zum Strand zu fahren und fuhren die Bucht nach Sueden aus, auf der Suche nach Zugaengen zum blauen Waesserchen.

Endlich waaaarmes Wasser.

Schon kurz hinter dem Stadtausgang fanden wir die erste Playa Publica, wir parkten den Wagen und schmissen uns ins Badewannenwasser des Golfs.

Der Mann und der Sonnenuntergang

Spaeter reisten wir weiter ans Ende der Bucht von La Paz und fanden einen Strand mit ganz wenigen Menschen. Hier kauften wir uns ein grosses Pacifico, stellten uns die Stuehle ins Wasser und genossen das kuehle Bier mit den Fuessen im lauwarmen Wasser.

Pelikane am Abendhimmel ueber dem Golf von Kalifornien

Wir blieben an diesem Ort, bis die Sonne hinter den Bergen verschwand und machten uns auf die Rueckreise zu unserem Hotel.

Waale, Delphine und noch mehr Meer

Posted in pacifico, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , on 19. Dezember 2008 by Jakob

Cabañas in MazunteInzwischen haben wir Pt. Escondido hinter uns gelassen und sind weiter nach Sued-Osten gezogen. Mit einem kleinem Bus gings eine Stunde die Meeres-Strasse herunter am Pazifik entlang nach San Antonio, von wo aus ein kleiner Colectivo nach Mazunte ans Meer brachte. Mazunte ist ein kleines verschlafenes Doerfchen, in einer malerischen Bucht: Zwei Strassen, vielleicht 50 Haeuser, wenn man die im Wald mitzaehlt, ein paar wenige Hostels und Cabañas und ein kleiner Strand mit drei Fischerbooten und hoechstens 5 Leuten im Sand. Genial. Wir mieteten uns in eine kleine Cabaña hoch ueber dem Meer ein, und hatten einen fantastischen Blick auf die Bucht.

Sonnenaufgang ueber Mazunte - Blick von unserer CabañaAm naechsten Morgen gings frueh raus. Um sieben wollten wir mit Carmelo aufs Meer fahren und schuaen, ob wir Waale zu sehen bekaemen. Nachdem wir zu sechst das Boetchen ins Meer gehievt hatten, stateten wir durch: Die Bucht entlang ging es nach Escobillo – ein Strand, an dem tausende von Schildkroeten zu Eierlegen kommen. Wir schwammen mit einer riesigen Schildkroete im Meer und machten uns weiter auf die Suche nach Waalen. Dann, am Horizont, erblickte Roberto, unser Captn, einen Waal. Und tatsaechlich: Wir hatten Glueck: Zwei riesige Orkas liessen sich immer wieder an der Oberflaeche zeigen und wir liessen uns neben ihnen hertreiben. Dazu kam ein Schwarm Delphine, der die Waale springend begleitete – herrlich und lustig anzusehen. Julia, Tom, Robby.Alles in allem waren wir 3 Stunden unterwegs und schlossen die Tour mit einem Schnorchelgang in einer kleinen Bucht ab.

Enora und ich zogen danach aus unserer kleinen, etwas sehr einfachen Cabaña (aber dafuer mit unvergleichlichem Blick) aus und wechselten mit einem PickUp nach Zipolite. Hier sind wir jetzt seit vorgestern und haben mal wieder eine urige Cabaña: Palmendach, alle Fenster offen, luftig, mit Blick durch die Palmen auf die ruhige Bucht und Meeresrauschen in der Nacht inklusive.

Centro Mexicano de la Tortura - aehm TortugaGestern haben wir uns dann noch in Mazunte (ja, wir sind nochmal zurueck gekurvt – ist aber alles auch sehr eng beieinander) – das Centro Mexicano de la Tortuga (also Schild- kroetenzentrum) angeschaut, dass mit seinen engen Kaefigen und Aufzuchbecken, sowie aermlichen Aquarien eher Centro Mexicano de la Tortura (Folter) heissen sollte.
Heute und morgen haben wir die letzten beiden Tage hier in Zipolite. Viel mehr als Baden, ein Cocktailchen und Sonne-Geniessen werden wir wohl nicht machen.

Unsere Cabaña in ZipoliteDanach startet Enora nach Puebla durch und ich weiter nach San Cristobal de las Casas. Enoras Eltern kommen ueber Weihnachten zu Besuch und ich werde weiter in Richtung Osten nach Yucatan ziehen. Vorher gehts allerdings durch alte Gemaeuer im dschungelartiger Vegetation und zu einer beeindruckenden Schlucht.

Soweit aus dem ehemaligen Hippie-Nest ohne Bankomat, aber dafuer mit Internet. Ciao ciaooo!

PS: Bilder kann ich hier auch nicht hochladen: Bis dahin ein wenig hier neue Fotos geniessen!

Sonne, Palmen, Meer und 25 Grad…

Posted in pacifico, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 14. Dezember 2008 by Jakob

… und ich rede hier natuerlich nicht von Luft-, sondern von Wassertemperatur. Ja ja ja, ich weiss, waehrend Ihr im kalten Deutschland sitzt und Euch den Hintern wegfriert, faellt mir mal wieder nichts anderes ein, als Euch von Palmen, hohen Wellen, blauem Wasser und strahlender Sonne vorzuschwaermen. Und da will ich den schicken kleinen Pool in unserem Hotel gar nicht erwaehnen, der da still im Halbschatten der Palmen auf Geaeste wartet.

Atlantida-Van von Oaxaca nach Pt. EscondidoIhr seht, es geht mir wunderbar und ich geniesse mal wieder Puerto Escondido. Diesmal ist das Wetter noch bestaendiger, als im August, aber auch das liegt an der Trockenzeit.

Wir sind am Donnerstag mit einem Van nach San José hoch in die Sierra gefahren und haben uns dort eine Nacht in einer kleinen Huette gegoennt. Die Vegetation erinnerte dot eher an Suedfrankreich – Pinienwaelder, Laubbaeume, Straeucher und, na gut, auch Palmen und Agaven. Blick ueber die Berge bei San JoséWir haben die Freitag Vormittag fuer eine Wanderung in den Bergen genutzt und sind am Nachmittag mal wieder in einen dieser dicken, weissen Ford-Vans gesprungen, der uns dann schlussendlich an den Pazifik brachte. Mit einem Micro wackelten wir dann noch eine gute Stunde die Kuestenstrasse von Pochutla nach Puerto Escondido hinauf und checkten dann in eben jenem oben beschriebenen kleinen Hotel ein.

Ich neben einer Riesen-AgaveDas Hotel hatte ich schon im August mit Martin besucht und ich hatte es in guter Erinnerung behalten – und die Besitzer erkannten mich schliesslich auch wieder. Hier werden wir noch anderthalb Tage am Strand verbringen, bevor wir wieder nach Sueden, oder besser, Osten starten und uns nocheinmal an einem anderen Strand in Mazunte niederlassen. Die Saison der Waale und Delfine ist angebrochen, und so wollen wir uns die springenden Riesen und die lustigen kleinen Kerle nicht entgehen lassen.

Was die Fotos angeht, so muss ich mal wieder enttaeuschen: Das letzte Inet-Cafe hat auf meinem USB-Stick meine Fotoordner zerstoert und so musste ich ihn eben ersteinmal neu formatieren. Das ist hier eine echte Plage: steckst Du einmal einen USB-Stick in einen oeffentlichen Rechner, ist er voll mit Wuermern, Trojanern und Viren. Das passiert mir schon jedes Mal, wenn ich in Puebla drucken muss, aber zerstoert wurde bislang noch nichts. Auch diesmal habe ich Glueck im Unglueck: Alle Bilder, dich ich auf meinem USB abgelegt hatte, sind noch in meiner Kamera. Hatte wohl irgendwie den richtigen Riecher, als ich sie nicht direkt nach der ersten Sicherung von der SD-Karte loeschte. Aber: Ich hab sie nicht hier.

Also, das naechste Mal mit mehr Zeit – und hoffentlñuch einer besserbn Tastatur, diese hier raubt mir den letzten Nerv – jede dritte Taste schreibt wann sie will – ist also nich meine Schuld…. i

Schnaps… ähm Tequilaidee!

Posted in Bienvenidos!, El Golfo, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 25. August 2008 by Jakob

Nachdem vergangene Woche so langsam die Uni so richtig begonnen hat, Professoren und Studenten wahlweise mit bis zu einer Stunde Verspätung kamen, beginnt in unserem Häuschen, der Quinze, so langsam das richtige Leben.

Seit einer Woche sind wir Jenga-Professionelle. Als wir feststellten, dass wir leider über gar keine Spiele verfügen würden, entschieden wir kurzer Hand, einen Einkaufsbummel mit der WG zu machen, um ein Spiel zu kaufen. (Bild links: Nestor und Agostina im Jenga-Fieber) Für 50 Peso kauften wir einem kleinen Mädchen in der Stadt eine Jenga-Kopie ab und seitdem ist das Aktivität Nummero 1 in unserer Küche. Abend für Abend wurden Jenga-Meisterschaften in unserer WG ausgetragen, und seit Donnerstag natürlich nicht ohne Tequila.

Das Wochenende begann dann absolut ruhig. Nach meinem Seminar über die mexikanische Revolution (Ich muss nicht erwähnen, dass der Kurs, der 12 Uhr beginnen sollte, um ein Uhr erst einsetzte – ich war bis Viertel vor eins der Einzige und der Profe meinte: „Dann warten wir eben noch ein bißchen…“) wurde erstmal auf der Terasse entspannt. Unsere neuen argentinischen Mitbewohner leisteten Gesellschaft und erzählten über ihre wahnsinnig interessanten Wurzeln, woher ihre Großeltern, Eltern und und und stammen. Was für eine mezcla! Am Abend trödelten so langsam alle von Arbeit oder Studium ein und wir überlegten, was wir in der Nacht machen könnten. Schnell war die Idee geboren, dass die gesamte WG ausgeht. Allerdings ist das in Puebla nicht so einfach, weil die Party in einer Nachbarstadt, in Cholula, stattfindet. Nachdem wir wieder in der Küche Jenga-spielend überlegten, was zu tun sei, (Bild rechts: v.l.n.r. Nestor, Paulina, Pedro, Viviana, Jakobo und Enora beim Jenga-Spiel) krsitallisierte sich heraus, dass wir einfach ein Taxi nehmen und dann Cholula unsicher machen würden. Zu Acht, was in Deutschland natürlich ein klarer Fall für 2 Taxen oder zumindest eine Großraumtaxe wäre, bestiegen wir ein(!) kleines Taxi und düsten über die nächtliche Autobahn nach Cholula. Dort schauten wir in mehrere Bars rein, den ein oder andereen Club und feierten bis in den frühen Morgen. Wie der Zufall es wollte, lief mir in Cholula in einem Club Roberto über den Weg. Roberto hatte ich in Puerto Escondido am Pazifik kennengelernt und wir feierten unser zufälliges Wiedersehen. Die Party setzte sich später in unserer Küche fort bis gegen 5 so langsam alle Richtung Waagerechte verschwanden. Übrig blieben Enora und ich und wir schnappten uns den Rest des Tequilas, ein großes Wasser und quatschten in die ersten Sonnenstrahlen hinein auf dem Dach.

Mit der Sonne und dem Tequila (der sicher ein wenig Mitschuld an jener Locura trug), kam uns ein Idee. Wie genial es jetzt wäre, am Meer zu sein, durchs Wasser zu schlendern, den Sand unter den Füßen zu haben und in den Wellen zu schwimmen. (Bild links: Playa Mocambo, Veracruz, Golfo) Es brauchte nicht viel und wir stellten die essentielle Frage: Por qué no nos vamos? Ahorita? Bueno – vamonos! Binnen zehn Minuten warfen wir ein paar Sachen in unsere Rucksäcke, schnappten uns vor dem Haus ein Taxi und düsten, mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, zum Terminal de los Autobuses. Dort schnappten wir uns den nächsten Langstreckenbus in Richtung Veracruz und ließen uns in Richtung Golfküste schaukeln. Knapp fünf Stunden später, gegen 5, erreichten wir Veracruz. Als wir aus dem Bus ausstiegen, bließ uns zunächst ein Schwall warmer und feuchter Luft fast zurück in den Bus. Wir waren angekommen und das Wetter fühlte sich tropisch an. Mit Hunger im Bauch suchten wir uns einen Colectivo, der uns zum nächsten Playa bringen würde. Im Süden der Stadt erreichten wir Playa Mocambo und stellten fest, dass die Playas in Veracruz wirklich nicht schön sind. Egal, wir waren am Meer! Der Hunger trieb uns in ein piekfein-aussehendes Restaurant, wo die Preise diese Erscheinung unterstrichen. Aber wir hatten keine Wahl, Restaurants waren rar. Ganz im Gegensatz zu den Preisen war das Essen dann alles andere als zufriedenstellend. Egal. (Bild rechts: PLaya de Chachalacas) Mit dem nächsten Collectivo düsten wir wieder ins Zentrum von Veracruz. Wir wollten nicht unbedingt in der Stadt bleiben und uns lieber einen kleinen ruhigeren Strand suchen. Also fragten wir in der Tourist-Informacion nach, die sich als wenig hilfreich herausstellte. Mit dem Lonley-Planet in der Hand, der sich ebenfalls als nicht gerade hilfreich erwies, entschieden wir uns in blaue hinein nach Norden zu fahren, nach Chachalacas. Ein pueblito mit Strand, dass ist alles, was wir wussten. In der Nacht kamen wir in der Nachbarstadt Cardel an, schnappten uns mangels Collectivos (der letzte war wohl um 9 Uhr gefahren) ein Taxi und ließen uns nach Chachalacas bringen. (A qué parte quieren irse? No sabemos – a Chachalacas. Centro… – Kommunikation mit dem Taxifahrer). Der Taxifahrer ließ und schließlich an einer Strassenecke im Ort heraus und wir schlenderten durch die Nacht, noch nicht so richtig wissend, wohin. Einziges Ziel: La Playa y el mar! Schließlich fanden wir, was wir suchten, bezogen ein kleines Hotel und machten uns mit einem Cerveza Sol auf an den Strand. Clarop que si, dass wir noch ins Wasser mussten und so plantschten wir eine halbe Ewigkeit in der Nacht im warmen Golf von Mexiko. Was für eine Locura – aber sehr sehr fein! Gestern dann gingen wir den Tag an, als müssten wir nicht wirklich zurück nach Puebla. (Bild links: Enora am Golfo) Wir suchten uns einen ruhigen Strandabschnitt, das Wasser war hier bedeutend sauberer, als in Veracruz, und aalten und verbrannten uns gehörig. Erst am Abend kam uns die Idee, dass wir wieder zurück müssten, und wir für unser Abenteuer nun mal nicht viel Zeit geplant hatten. Mit einem Combi düsten wir durchgeschwitzt zurück nach Cardel, schnappten uns einen vollgepackten Bus nach Veracruz und erreichten dort gerade so den 8-Uhr-Bus zurück nach Puebla. Gegen Mitternacht standen wir wieder im Patio der Quinze und waren ziemlich stolz auf uns, dass wir diese verrückte Idee durhcgezogen hatten. In der Küche rechnete noch Nestor an Studienaufgaben. Er wirkte ziemlicj erleichtert, als er uns in der Tür entdeckte. Die WG hatte uns wohl vermisst und sich ein wenig Sorgen gemacht, weil wir einfach über den Morgen verschwunden waren. Aber als wir heute von unserem Spontan-Trip erzählten, meinten alle bloß, wir seien ganz schön verrückt. Bueno, ich hab heute zum Glück erst spät Uni, aber das ist in genau zehn Minuten. Also werd ich hier jetzt mal Schluss machen und mich auf den Weg in die Uni machen. Ich hoffe, Euch allen anderen in allen anderen Teilen der Welt gehts ähnlich gut, wie mir. Saludos y hasta la próxomima!

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