Archiv für pyramiden

México, DF – una semana de locura

Posted in Adios México, mexico city, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 10. Juni 2009 by Jakob

Der Bahnsteig ist brechend voll, nur noch in der Mitte kann man sich zu einer Stelle durchschieben, von wo aus man in die Metro einsteigen möchte. Oder besser: Von wo aus man in die Metro reingepresst werden möchte. Ich bin in Pantitlan, eine Metro-Endstelle am Ostende von DF und auf dem morgendlichem Heimweg vom Aeropuerto Internacional Benito Juárez, wo ich gerade Daniel wieder in einen Flieger über New York nach Frankfurt gesetzt habe.

Eine Metro fährt ein, und die menschliche Masse auf dem engen und völlig überfüllten Bahnsteig kommt in Bewegung. Ich lasse mich in Richtung eine der aufgehenden Türen schieben, komme so stark ins Gedrängel, daß ich selbst nun nicht mehr über Richtungsänderungen bestimmen kann, hoffe, Metro in DF - hier in einer leeren Stationdass ich nicht nur an die Wand der Metro neben der Tür gedrückt werde, schiebe ein wenig nach links und komme in den Strudel, der sich wie eine einzige zusammenhängende Masse ins Innere der Metro ergießt. Drinnen schiebt es weiter – nun von außen – alle wollen irgendwie mit – aber auch der Metro-Waggon hat nur eine begrenzte Größe. Als die Glocke zum Türen schließen schellt, bin ich erleichtert, wenn auch sich der Druck von allen Seiten nicht ändert. Eine Alte neben mir fordert mich auf, meine Arme aus meinen Hosentaschen zu nehmen und sie nach oben über die Köpfe zu halten, damit sie besser stehen kann. Ich kann nicht, weil ich sie unter dem Druck der anderen Passagiere nicht bewegen kann. Und ich will nicht, weil man so viel Druck auf allen Körperstellen hat, dass wer auch immer nur wollte mir mit Leichtigkeit meine Geldbörse aus meiner Hosentaschen rauben könnte, und ich es nicht annäherungsweise mitbekommen würde. Nach anderthalb Stunden Stoßzeit-U-Bahn-Fahren und im festen Glauben, dass Sardinen in ihrer Büchse alle Freiheit der Welt haben, komme ich endlich wieder in San Angél an – in der Wohnung von Bernhard und Paola, wo ich am Morgen noch mit einem Taxi in Richtung Flughafen gestartet bin; Morgens Metro fahren in einer 20 Millionen Stadt, wo das Ticket 2 Peso kostet, eine Erfahrung, die ich allerdings kein zweites Mal brauch.

Ich bin durchgeschwitzt und brauch eine Dusche.

IDaniel und ich vor der Batman-Achterbahn. Photo: Una Mexicana.ch war seit Mittwoch Abend mit Daniel bei Bernahrd eingezogen und wir wollten seine letzte Woche hier im Großraum DF verbringen. Eine Woche DF, das klingt viel – aber an Langeweile ist nicht zu denken. Nachdem wir in Veracruz ein wenig Kultur und Geschichte gemacht haben, hatten wir es am Donnerstag auf Spaß und Spielerei abgesehen. Wir fuchsten uns in den Westen der Stadt zum Six Flags Freizeitpark und sparten mit einer leeren Cola-Flasche in der Hand einhundert Peso beim Eintritt. Seltsame Promotions, die Six Flags ab und zu drauf hat.

Den ganzen Tag jagten wir über steile und kurvige Achterbahnen, gaben uns aus über 60 Metern im freien Fall der Schwerkraft hin und ließen uns mit weit über 100 kmh über hölzerne und stählerne Schienen schießen. Adrenalin war garantiert und Spaß – ja den hatten wir auch. Vor allem bei einer Achterbahn, die uns erst vorwärts zwei Loopings passieren ließ und uns dann auf eine Rampe schoß, um von dort aus die gesamte Fahrt noch einmal rückwärts zu erleben. Es war großartig.

Auf dem Torre LatinoamericanaUnd so stand für Freitag dann an, ein wenig die Stadt kennenzulernen und ein wenig auf Streifzug durch das historische Zentrum von Mexiko Stadt zu wandern. Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Sicht – auf dem Torre Latino präsentierte sich uns in großer Entfernung der schneebedeckte Gipfel des Ixtazíhuatl, der bis dahin sich vor Daniel erfolgreich versteckt hatte und die vergangenen Wochen sich in Wolken gehüllt hatte.

Ein Besuch im Präsidentenpalast war dann auch für mich wieder ein neuer Punkt – und ein lohnenswerter.

Der Präsidentenpalast von DF

Der Innenhof des Palacio Nacional ist gesäumt von unbeschreiblich großen Murales, als Wandbildern, die Diego Rivera in den 40er Jahren dort an die Wände brachte. Im kommunistischen Stil sind Marx und Engels allerorten präsent und die gesamte Art zu Malen,Die Geschichte Mexikos als Mural von Diego Rivera im Präsidentenpalast. erinnerte mich sehr an die Bilder in meiner Fibel in meinen ersten zwei Schuljahren, als es noch Pioniere gab, aber ich nicht zu ihnen gehörte. Für Daniel wurde seine gesamte Reise damit schon fast zur Themenreise, hatte er noch wneige Tage zuvor Rivera-Murales im Rockefeller Centre in New York bestaunen dürfen. Am Abend trafen wir uns mit Bernhard auf ein Freitag-Abend-Bier und gemeinsam beschlossen wir den Tag ganz mexikanisch in der Arena México bei einem Lucha Libre-Kampf.

Samstag hatten wir dann wieder die Natur auf den Plan gehoben. Der Nevado de Toluca ist der 4. höchste Berg/Vulkan Méxicos und liegt rund 80 Kilometer westlich voMexiko Sttadt. Am Kraterrand des Nevado - auf knapp 4700mBernhard war, ähnlich wie wir beide, noch nie auf der Spitze dieses Berges, der einen beeindruckenden Krater mit zwei Lagunen in seiner Mitte hat und so schnappten wir uns das Auto und fuhren nach Toluca. So richtig sportlich wurde es allerdings kaum. Denn der Nevado de Toluca ist auch der einzige Drive-in-Vulkan Mexikos. Bis auf eine Höhe von rund 4.000m kann man das Auto über eine Schotterpiste in die Höhe treiben und bis zum Kraterrand bleiben dann noch 2 Kilometer Fußweg. Die Aussicht trotz allem – grandios. Wir schleppten uns noch ein wenig höher aIm Espacio Escultorico in der UNAM - Bernhard, ich und Danielm Kraterran und genossen eine Sicht, die viele Kilometer rund um den Vulkan herum reichte. Am Abend machten wir noch einen Rundgang durch die UNAM – die Universitätsstadt und in der Nacht ging es dann mit Freunden auf Piste.

Und so starteten wir auch am Sonntag nur gemächlich in den Tag und Daniel und ich begaben uns erneut auf die Spuren Frida Kahlos und Diego Riveras und machten einen Sonntag-Nachmittag-Spaziergang durch Coyoacan und das Haus der beiden Maler. Autogrammjäger in der Casa Azul ließen uns kurz Casa Azul mit Jeep von Metallica-Drummeraufhorchen und dann erfuhren wir, dass der Drummer von Metallica neben uns auch gerade eine  Tour durch die Casa Azul machte. Wir hätten ihn im Leben nicht erkannt – aber das war auch egal. Viel Auflauf gab es trotz allem nicht, aber somit erklärte sich uns, warum so viele Besucher mit Metallica-Shirts durch den Garten des Hauses scharwenzelten.

Um das DF-Programm komplett zu machen, stand am Montag dann noch eine der beeindruckendsten (für mich beim 50. Mal schon nicht mehr ganz so) archeologischen Stätten Méxicos auf dem Plan. Mit einem Bus starteten wir recht früh nach Teotihuacan im Norden der Stadt und jagten mehrere Stunden Pyramiden in praller Sonne rauf und runter. Mit ordentlicher Bräune in Gesicht und an Beinen fuhren wir zurück in die Metropole, stellten fest, dass der größte Park, Chapultepec, leider schon um 16 Uhr seine Pforten schließt und am Abend machte sich Daniel ans Packen.

Ich und Daniel auf der Piramide del Sol über den Resten von Teotihuacan

Um fünf Uhr schrillte dann gestern morgen der Wecker und für Daniel endete seine USA-Mexiko-Reise und ich denke, für zwei einhalb Wochen hatte er doch einen ganz guten Überblick bekommen.

Ich selbst habe dann gestern einen ruhigen Tag verbracht, werde heute noch ein wenig weiter Reispläne ausarbeiten und am Abend meinen alten Herren in Empfang nehmen, der den krönenden Abschluss meines Besuchermarathons darstellen wird. Wenn der Vater mit dem Sohne…. wir beide werden dann am Samstag wieder in die Luft gehen und nach Californien fliegen und zwei Wochen auf der Halbinsel zwischen Golf und Pazifik neue Ecken entdecken. Aber damit dies auch ein lohnenswerter Aufenthalt wird, muss ich jetzt mal schnell die Optionen durchschauen und auch noch den Flug bezahlen gehen.

In diesem Sinne – yo sigo viajando, a partir de hoy con mi papito – sigamos decubriendo México!

Über El Tajín zum Golf und zurück

Posted in Adios México, El Golfo, puebla, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 4. Juni 2009 by Jakob

Das Leben in Puebla ist vorbei. Mein Leben in Puebla ist nach gut zehn Daniel und ich über PapantlaMonaten am Wochenende endgültig zu Ende gegangen.Und jetzt, gerade als ich das hier schreibe, sitze ich wieder im Bus nach México, DF – zwei große Reisetaschen im unterem Stauraum und dazu einen großen Trekkingrucksack. Regen prasselt an die Frontscheibe unseres Primera-Clase-Busses und wir fahren in den Abend hinein in die Hauptstadt. Meine Sachen, die nach einem Jahr Mexico mit nach Deutschland wollen, sollen hier zunächst eine Interimsbleibe bekommen. Bei Bernhard und Paola. Die beiden, die mir bereits bei meinem Mexiko-Start im Juli vergangenen Jahres als Startbasis so hilfreich waren.

Und der Plan bei den beiden aufzuschlagen, sollte eigentlich erst am FreitaDas etwas heruntergerockte Terminal von Papantlag eintreten, aber meine kleine Golfküsten-Tour mit Daniel hat sich als schneller herausgestellt, als geplant, und so sind wir heute bereits wieder aus Veracruz raus, haben in Puebla einen Gepäck-Aufnehm-Stopp gemacht und werden die kommenden Tage in und um DF verbringen. Wenig zu tun ist da ja auch nicht.

Am Sonntag, nachdem ich problemlos meine Wohnung, bzw. mein Zimmer wieder zurückgegeben hatte, waren Daniel und ich in einen Bus nach Poza Rica gestartet. Poza Rica, dass ist eine Mega-Raffinerie mit einer 160tausend-Einwohner Stadt rundrum, mitten in den Bergen des nördlichen Veracruz (Staat) und lohnt laut LP keine Übernachtung. Wir schenkten den Ausführungen des LP glauben und setzten uns, kaum an einem recht minimalistisch, aber groß anmutenden Busterminal angekommen, in den nächsten Bus nach Papantla. Das ein Städtchen in der Nähe und ganz nah dran an El Tajín, eine spEl Tajin - im tropischen Wald verstecktektakuläre archeologische Stätte der Totonaken. Allerdings mussten wir auch in Papantla feststellen, dass die Nachfahren der Totonaken wohl nicht mehr so große Städtebauer waren, wir ihre Vorfahren und so stellte sich auch Papantla als verdreckte, stinkende kleine Stadt heraus, in der überall der Gestank von Kompost und frittiertem Essen in der Luft lag und ihm zuweilen eine Prise Hund oder Urin beigemischt wurde. Ganz aus diesem Bild fiel der völlig blitzblank und hübsch herausgeputzte Zócalo – der so gar nicht in das Bild passen wollte, dass sich uns ergabm wenn man ihn einfach über eine Seitenstrasse hinter sich ließ.
Wir checkten in einem der besten (was nicht „sauber“ und „hübsch“ und auch nicht „teuer“ heißen soll) Hotels ein, handelten den Preis ein wenig herunter (zum Glück, denn den vollen wäre dieses Zimmer wirklich nicht wert gewesen) und genossen ein Bierchen auf einer Restaurant-Terasse mit Blick über den Zócalo. Das Klima war bereits wieder tropisch, heiß und feucht, auch in der Nacht, ganz so, wie wir es von der vergangenen Woche vom Pazifik gewohnt waren.

Am Montag wollten wir uns El Tajín, die alte Stadt der Totonaken in der Nähe anschauen, und wir hatten guten Grund zu hoffen, dass die Stätte nicht überlaufenDie Nieschen-Pyramide sein wird. Seit der Schweinegrippen-Panik ist in Mexiko eigentlich keine Touristenattraktion mehr überlaufen – was gut für uns, aber schlecht für das Land ist.

Wir starteten am Dienstag morgen mit einem Frühstück auf dem Markt und einem großen Saft, checkten aus unserem Zimmer aus und parkten unsere kleinen Rucksäcke im Hotel. Dann schnappten wir uns einen kleinen Mikrobus, der uns nach 20 Minuten direkt vor den Ruinen herauswarf. Der Eingangbereich ist architektonisch gewagt, monumental mit viel Beton und irgendwann war das wohl auch mal modern.
Auf dem Platz vor dem Haupteingang waren totonakische Nachfahren gerade damit beschäftigt, ihr Voladores-Ritual an einem metallernen Pfahl vorzuführen und wir setzten uns in den Schatten und schauten ihnen bei ihrem fliegenden Tanz um den Mast zu. Die Voladores, ich hattte bereits am Anfang meiner mexikanischen Zeit einmal über eine Gruppe in Cholula berichtet, sind hier in Papantla eigentlich zu Haus und bei ihrem kleinen fliegendem Musik-Spektakel dreht es sich um ein Fruchtbarkeitsritual heranwachsender junger Männer.

Nachdem uns einer der Jungs fürs Zugucken eine nicht ganz freiwillige, weil obligatrorische Spende in einer von ihm festgesetzten Höhe abgefordert hatte, verschwanden wir im Haupteingang und machten uns daran, die Stadt zu erkunden. El Tajín, dass ist eine vergleichsweise große Ansammlung von Pyramiden und Ballspielplätzen (17 hat man bislang gefunden), die in vielen Fällen weitesgehend restauriert wurden und immernoch von einer beeindruckenden und gewaltigen Architektur zeugen. Die größe der Bauwerke sollte auch die Macht der jeweiligen Herrscher widerspiegeln, und wenn man durch diese Anlage läuft, bekommt man eine entfernte Ahnung davon, dass die Totonaken in ihrer Region wohl bis ins 12. Jh. keine unbedeutende Rolle zwischen Golf und Inland spielten. Und dazu kommt, dass bis heute nur ein geringer Prozentsatz der Anlage freigelegt und erschlossen ist.

Das wunderbare optisch, aber auch sonst erfrischende an der Anlage ist, dass sie im völligen Grünen liegt, umgeben vom einem dichten, buschartigen, tropischen Wald und die Pyramidenstümpfe ragen über eine kurze, saftig-grüne Wiese.

Die bekannteste Pyramide der Anlage ist die „Piramide de los nichos“, die „NiscVersteckt im Dschungel - El Tajinhenpyramide“, die sich heute auch noch auf den Autokennzeichen des Bundesstaates Veracruz wiederfindet. Sie ist zwischen 20 und 30 Meter hoch, und am kompletten Körper von Nischen durchsetzt. Und wenn man vor ihr steht und sie so vor diesem dichten, grünen Wald stehen sieht, hat man das Gefühl, mal wieder in einem Indiana Jones-Film zu sein. Alles in Allem, und das hätte ich vorher nicht gedacht, empfand ich die gesamte El Tajín-Anlage als so beeindruckend, dass sie ohne Weiteres in die Liste Teotihuacan, Palenque, Monte Albán und Chíchen Ítza mit aufgenommen werden muss, wenn man gefragt wird, welche archeologische Stätten man sich in Mexiko auf jeden Fall anschauen müsste.

Am Nachmittag, und weil wenig Schatten auf den Pyramiden auch mit ein wenig mehr Farbe, rollten wir mit einem Taxi zurück ins unangenehm riechende Papantla und schnappten uns (dummerweise) einen 2.Klasse-Bus nach Veracruz. Dummerweise deshalb, Veracruz - PEMEX-Tower und Hafenweil der Bus alle fünfzig Meter Passagiere aufnahm, lange Stopps machte und so das Doppelte der normalen Fahrzeit in die wichtigste Hafenstadt Mexikos, nämlich 6 Stunden, benötigte.

Wir hatten uns zunächst überlegt, einen Strandtag am Golf einzulegen, dass aber angesichts der nicht vorhandenen Schönheit der Golfstrände dann doch schnell verworfen und hatten uns so direkt nach Veracruz durchgeschlagen.

Hier stiegenAlte Pracht - das Zivilregister aus den Glanzzeiten wir spät in der Nacht in einem günstigem und passablem Hotel ab und wollten den nächsten Tag ein wenig die Stadt und den Hafen erkunden. Wir starteten am Vormittag und etwas später als am Vortag in den Tag und wechselten zunächst das Hostel. Eine Ecke weiter betrieb ein Galizier das Casa Blanca, dass nicht nur bedeutend aufgeräumter, sondern auch wirklich einen gemütlichen Charme und obendrein über eine Dachterasse verfügte.

Dann machten wir uns auf Erkundungstour. Die Besichtigung des Fort Ulúa, dDaniel und ich auf einer der Hafenkais in Veracruzass den Spaniern als wichtige Ankunftsstation während der Kolonialzeit und der mexikanischen Diktatur unter Porfirio Díaz als Gefängnis diente, musste ausfallen, weil das Zubringerboot, von dem uns die Touristinfo berichtet hatte, einfach nicht fahren wollte. Also durchliefen wir den Hafen, spazierten über lange Molen und sparten uns so am Ende die auch eher weniger spektakuläre Hafenrundfahrt, die man allerdings wesentlich spektakulärer gesGlanz vergangener Zeiten - koloniale Häuser verfallen in Veracruztalten könnte, wenn man dies als Tourismusanbieter auch wollen würde. Aber gut.

Am Nachmittag, nachdem wir uns nocheinmal unseren Teint um 2 Stufen abgedunkelt (oder gerötet) hatten, schlürften wir eine Coronita auf unserer Terasse und beschlossen, der Hitze mit einem Bad im Golf Abhilfe zu verschaffen. Der Himmel hatte sich bereits bedrohlich zu einem Gewitter zugezogen, dass bereits am Morgen die Straßen mit Wasser gefüllt hatte, aber die Tropfen wollten nicht fallen. Wir starteten an einen der eher schmutzigen, öffentlichen Srtände, die eigentlich noch viel zu nah am Übersee-Hafen liegen und „erfrischten“ uns in lauwarmen Golfwasser. Und froren, als wir herauskamen, weil das Wasser wirklich an Badewanne erinnerte.

Am Abend machten wir Nägel mit Köpfen. Wir studierten die Mexikokarte und den Lonely Planet und kamen zu dem Schluss, genug von Veracruz gesehen zu haben. Also packten wir uns huete morgen wieder Das Travelteam beim Frühstück im Hotelbett :-)zusammen und machten uns auf, die Golfküste und das feucht-heiße, tropische Klima wieder zu verlassen. Und so sitzen wir jetzt noch immer im Bus, kommen Mexiko City immer näher, während sich die Nacht inzwischen vollständig über Mexiko ausgebreitet hat.
Und in den kommenden Tagen steht uns ein Mix aus Kultur, Geschichte, Sightseeing, Natur und Freizeitspaß (Six Flags) bevor.

So weit.

…Feiern, Sonne und Pyramiden

Posted in Festejando!, mexico city, puebla, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 23. März 2009 by Jakob

Nachdem meine Woche noch ruhiger zu Ende gegangen war, als ich mir das eigentlich gewünscht hatte, stand ein Wochenende voller Feier ins Haus der Quince. Ich hatte letztendlich nicht ein Seminar in der vergangenen Woche und war damit auch bei allen Kräften, in eben jenes Wochenende zu starten.

Der Geburtstag meines kolumbianischen Mitbewohners Pedro stand an – und wir hatten einiges vor. Schon Donnerstag Abend hatte Norma, meine Mitbewohnerin aus Nordmexiko, Besuch von einem Freund von ihr bekommen und damit kam langsam Leben in die Quinze.

Am Freitag Abend hatten sich Roman, Enora, Thaela und ich zusammengefunden, um Pedros Geschenk zu bauen, oder besser: Zu basteln. NPedro mit seinem Poker-Geschenkeben einer Fotocollage wollten wir Pedro ein Poker-Spiel zukommen lassen, und weil die Fertig-Sets in Mexiko recht kostspielig und obenrein schwer zu bekommen sind, entschieden wir uns, Karten und Chips einzeln zu kaufen und ein Set selbst zusammenzustellen. Wir kreierten also eine nette Box für Karten und Chips und mir kam die Aufgabe zu, den Spielteppich professionell zu gestalten. Punkt Mitternacht hatten wir alles fertig und belagerten das Zimmer von Pedro, der gerade beim 24-h-Shop OXXO ums Eck Bier kaufen war. Die Überraschung gelang, Pedro war hin und weg über das Gschenk und wir feierten noch ein wenig in seinem Zimmer. Allerdings nicht übermäßig lang, wollten wir doch den Samstag in Teotihuacán auf den Pyramiden verbringen, um dort den Frühlingsanfang mit eine Menge weiterer Sonnenanbeter dort zu feiern.

Ixtazíhuatl im Morgengrauen aus dem Bus heraus nach DFAlso fielen wir bereits am Samstag um halb 5 wieder aus den Betten und die gesamte Quince machte sich auf den Weg nach DF, wo wir gegen 9 mit einem weiteren Bus zu den Pyramiden weiterfuhren.

Die Pyramiden muteten an diesem Tag an, als gäbe es ein Lokal-Derby zwischen Fußballmannschaften, deren Fans sich überhaupt nicht ausstehen könnten: Die mexikanische Polizei zeigte unangenehm und über Gebühr Präsenz, um „Sicherheit“ bei dem starken Andrang auf die archeologische Anlage beim Frühlingsanfang zu gewähren. Also tat sie, was sie immer tut, und was siMex Polizei in Vollmontur auf den Pyramiden, Devise: Abschrecken, Angst machen!e offenbar am Besten kann: Mit großen Waffen herumlungern, böse gucken, als wären die Besucher Verbrecher, die jederzeit einen Anschlag verüben würden und mit gezogenem Schlagstock dafür sorgen, dass man sich an keinem Ort zuviel Zeit für Fotos ließ. Die Schilder, die sie bei sich trugen habe ich bislang noch nicht erwähnt, aber ich denke, man kann sich ganz gut vorstellen, dass es sich unter diesen sicherheitspolitischen Vorkehrungen so richtig wohlfühlen ließ, auf den Pyramiden.

Um auf die Sonnenpyramide zu gelangen, mussten wir uns ungefähr zwei Stunden lang in einer Schlange anstellen. Einige tausend Menschen wollteSchlange stehen vor der Sonnenpyramide - wir sind nicht die einzigen, die rauf wollenn an diesem Tag auf die Pyramide, weil man sagt, dass man dort am Besten die Energie der Frühlingssonne empfangen würde. Wir standen uns also die Beine in den Bauch und kamen nur zögerlich voran und nach oben. Ich persönlich hielt unser gesamtes Vorhaben, an jenem Tag nach Teotihuacán zu fahren, von anfang an für ein wenig übertrieben und hielt auch die tausenden von Sonnenanbeter, die ihre Handflächen der Sonne entgegen reckten, für wunderliche Gesellen. Mir persönlich gefällt Teotihuacán an jedem aEnora und ich auf der Sonnenpyramide mit Blick auf jene des Mondesnderen Tag im Jahr besser, als wenn es überfüllt und mit schwer bewaffneten Polizisten belagert ist – aber gut, Pedro hatte sich den Besuch zum Geburtstag mit uns zusammen gewünscht, also hieß es: Durch da!

Als wir dann endlich oben anlangten, sorgten weitere Polizisten und Anlagenaufseher dafür, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, in dem sie nervös im Sekundentakt zur Eile antrieben und der Polizist genervt seinen Schlagstock auf die Handfläche schlug. Lustige Gesellen – da bin ich Mensch…..

Also war ich letztendlich auch gar nicht so bös, als wir das alles wieder hinter uns gelassen hatten, und nach einem indianischen Tanzspektakel vor Indianer präsentierten ihre Tänze vor den Pyramidenden Pyramiden und langsam gen Puebla wieder aufmachten. Vorher speisten wir noch in einem Strassenrestaurant (Hase – klein, aber lecker!) und fuhren mit dem Bus nach México zurück. Von Da sprangen wir in den nächsten Direktbus nach Puebla, wo wir recht müde gegen 7 Abends aus dem Bus fielen. Alles in allem war es eine witzige Aktion gewesen – aber ich würde keinem empfehlen, es uns gleich zu tun. Auch wenn die Vorhersagen unseres Guides, der uns eine Woche zuvor über die Anlage führte, nicht eintraten und man die angekündigten 2 Millionen Menschen nicht so wirklich auffinden konnte, war es doch genug. Und ohne die mexikanischen Rambos sieht die Anlage auch schöner aus und man fühlt sich irgendwie auch sicherer.

Die gesamte Runde am Ende unseres Sonnen-Anbetungs-Ausflug: Norma, Pedro, Enora, Jakob, Roman, Thaela, Karla, ChristianAm Abend stand dann noch Pedros Geburtstagsfeier an, die entsprechend müde begann. Wir waren alle schon viel zu lange auf, um irgendwie aufgeweckt in Partystimmung zu sein, aber Wodka und Bacardi taten nach einigen Stunden das Ihre und schaukelten noch die Party auf ein sinnvolles Feierniveau.

Heute waren dann alle medium-erschlagen und der Sonntag verlief entsprechend ruhig. Nachdem ich mit Roman einige Raubkopie-DVD-Märkte (Stopp: Es gibt doch gar keine anderen…. hmmpf) abgeklapperte hatte,  schmiss ich mich mit Enora vor den Rechner und fröhnte mit ihr unserer neuen Sucht: LOST (TV-Serie).

Mal wieder DF. Und mein neues Auge.

Posted in mexico city, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 17. März 2009 by Jakob

Also, wie drunter angekündigt, kommt hier der Wochenendbericht.

Am Freitag, ich hatte mich am Donnerstag noch etwas grippig gefühlt, stieg ich mit meinem Mitbewohner Roman in den Bus und fuhr nach México, um dort die letzten zwei Tage mit Norman und Sally zu verbringen. Wir nahmen einen Bus am Vormittag und trafen und trafen uns, nachdem wir die obligatorischen Tacos al Pastor noch am Busbahnhof in uns hineinschoben, mit den beiden vor der Kathedrale. Der eigentliche Plan, ein Fußallspiel im Azteca zu sehen, war leider am Tag zuvor gestorben, weil man mir seitens des Stadions mitteilte, dass sämtliche Zweitligaspiele im Azteca „a puerta cerrada“, also ohne Publikum, stattfinden. Die Sicherheitskosten für das schließlich drittgößte Stadion der Welt wären wohl höher, als die Einnahmen. Auch das gibt es.

Lancha in XochimilcoAlso hatte ich einen Alternativpan ausgeheckt und, nachdem Roman und ich im Hotel eingecheckt hatten, fuhren wir zu viert nach Xochimilco im Süden von DF. Xochimilco, das sind wohl die Überreste des ursprünglichen Mexico Citys, wie es wohl aussah, noch bevor es jemals jemand so nannte, zu den glorreichen Zeiten der Azteken – eine Stadt im Wasser, in der man sich mit Booten und Flößen hin und her bewegte. In Xochimilco (sprich: Sotchi-milko) kann man das noch heute bewundern, und sich auf einer Lancha (Stechboot) durch die Kanäle schippern lassen, vorbei an Händlern, Musikern und anderen Party-Flößen und bei einem Bierchen die Seele baumeln lassen. Genauso taten wir das dann auch – mieteten uns eine Lancha samt Bootsjungen und ließen uns durch die Kanäle treiben.

Am Abend dann fuhren wir wieder zurück in die Stadt und trafen uns am Torre Latino mit Thaela, meiner weiteren deutschen Mitbewohnerin aus Puebla. Gemeinsam bestiegen wir in der Dämmerung das einstmals höchste Gebäude Lateinamerika und sahen dabei zu, wie die Sonne über der Millionenmetropole langsam das Licht ausknippste, und sich glühend hinter den Bergen verabschiedete.

Sonnenuntergang über México - oder Mordor hinter den Bergen :-)Wir hatten keine Zeit zum Bummeln auf dem Torre Latino, da mein eigentliches Alternativ-Programm zum Fußballspiel das mexikanische Wrestling sein sollte – die Lucha Libre. Und so saßen wir auch schon wenig später in der Arena Mexico und schauten maskierten Männern beim Tanz… ähm – beim Kampfe zu. Als Kampfsport mag das Ganze eher lächerlich sein, weil alles fingiert ist, aber artistisch wertvoll und ein bißchen lustig war es allemal. Und dank meiner am Eingang nicht entdeckten Kamera in der Hosentasche, konnte ich sogar ein kleines Filmchen drehen und es hier hineinstellen.

Der Samstag sollte als letzter Tag für Norman und Sally dann auch lang und voll werden. Damit auch wirklich alle Hebel in DF gezogen werden, entschieden wir uns für ein Frühstück in  Coyoacán mit einem Streifbesuch am Haus von Frida Kahlo vorbei und dann, mit allem Gepäck bereits, in die entgegengesetzte Himmelsrichtung nach Norden – zum Terminal del Norte, wo wir mit einem Bus zu den Pyramiden von Teotihuacán fahren wollten.

Teotihuacán - in der TrockenzeitAlso verstauten wir das Gepäck bei einem Guarda-Equipaje am Busbahnhof und fuhren mit dem nächsten Camion nach Teotihuacán. Mein bereits zweiter Besuch. Aber diesmal sollte es wieder anders sein. Nicht nur, dass wir weniger Zeit als bei meinem ersten Besuch hatten, dieser Besuch fiel auch in die Regenzeit – weshalb die Pyramiden in ausgetrockneter Vegetation stehen – ein neues Bild. Bei meinem ersten Besuch hatte die alte Olmekenstadt noch in saftigem grün gestanden (vergl. auch hier) – es war eben Regenzeit.

Unser Guide - "sprecke auk deutsss"Mit Norman, Sally und Roman leisteten wir uns einen englischsprachigen Führer, der uns knappe anderthalb Stunden durch die Anlage führte und mehr oder minder interessante Punkte ansprach. Um 5 packten wir uns zusammen und machten uns auf den Weg zum Rückbus. Der Flieger von N&S sollte um 21 Uhr abheben, und wir hatten von daher gegen 7 am Flughafen sein wollen.

Das Timing klappte faszinierend gut und pünktlich um 19 Uhr standen wir am IBERIA-Check-In und verabschiedeten Norman und Sally aus México.

Jakob, Sally, Norman und Roman auf der Mondpyramide - Photo: Von Romans KameraMit Roman fuhr ich dann wieder nach Puebla, wo ich weiter meine Erkältung kurierte, die ich heute fast schon hinter mir habe.

Die vergangenen drei Tage gingen dann auch recht ruhig zu. Ich habe bis Donnerstag keine Uni und somit die Zeit anderweitig genutzt. Seit gestern habe ich ein neues Spielzeug – eine Samsung S1050 – die meine pilzbefallene alte Camera ersetzt. Und dies, nach bisheriger, erster Erfahrung – großartig. Konnte ich an meiner alten Samsung Blende und Verschlusszeit manuell auswählen, gewährt mir diese Kamera jetzt auch manuelles fokussieren, was zu wirklich tollen Ergebnissen bei Nacht führt. Ein, zwei Beispiele drunter und bald dann mehr.

Kathedrale Puebla von meiner Terasse aus Zimmertür bei Nacht in meiner WG15 Poniente bei Nacht - von meiner Terasse aus fotografiert

El fin del viaje….

Posted in Caribe, uni with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 13. Januar 2009 by Jakob

Chichen Itza - die HauptpyramideDer Himmel ist bedeckt und grau, Wind pfeift herbstlich durch die Strassen und ab und zu fallen ein paar Tropfen Regen vom Himmel. Ganz klar, das ist nicht Karibik, das ist das gute alte Puebla.

Seit gestern abend bin ich wieder zurück und der mexikanische Winter hat mich wieder. Wenngleich jener auch nicht so stark reinhaut, wie das, was ich zuweilen in Mails aus Deutschland über den Winter erfahre und in Bildern sehe.

Palacio de los guerrerosDie letzte halbe Woche haben wir noch in der Sonne der Karibik in Playa del Carmen verbracht und dort das Meer, die warmen Sonnenstrahlen und die Farben des Meeres genossen. Auf dem Program standen neben dem Touri-Muss Chichen Itza noch ein Tagesausflug auf die Insel Cozumel, die Playa del CArmen in der See vorgelagert ist.

Chichen Itza hatte sich zunächst als schwieriger herausgestellt, als ich dachte, weil es doch weiter weg von Playa war, als ich zunächst glaubte. Allerdings konnten wir uns dann ganz Touri-Like eine nette kleine Tour buchen, die uns dann an die wohl populärsten Maya-Ruinen Mexikos bringen konnte.

Zeitig morgens ging es in einem kleinen Van los und wir fuhren rund 200 Kilometer ins Innere Yucatans. Nach ein paar Stops in Touristenfallen, kamen wir endlich an einem großen Parkplatz an, wo schon hunderte Autos parkten. Gut 2 Stunden bekamen wir eine wirklich gute Führung durch die RMeiner  -am Strand von Cozumeluinen, mit Erklärungen zu Symbolen, Ritualen und Religion der Maya und es war die erste Tour, in der der Guide nicht die Existenz von Menschenopfern bestritt. Ein großer Schritt nach vorn, in der mexikanischen Geschichtsschreibung, denn normalerweise werden solche Berichte als Erfindungen der Spanier abgetan, die die Ureinwohner blutig erscheinen lassen wollten. Allerdings gibt es mehr als genug Hinweise, dass die Maya Menschen geopfert haben, und die Opfer sich zum Großteil sogar freiwillig töten liessen, denn nach dem Tot wartete das wahre Leben – das Paradies (na, kennen wir das nicht irgendwoher?!).

Fähre Playa-CozumelNachdem wir durch die Pyramiden und Ruinen geschlendert waren, fuhren wir zu einem Cenote, um dort zu baden. Ein Cenote, dass sind Wassergrotten, die von unterirdischen Flüssen mit Süßwasser gespeist werden und über kühles, tiefblaues Wasser verfügen und meist tiefer als 100 Meter sind. Wir plantschten ein wenig, was nach den Ruinen in prasselnder Sonne wirklich willkommen war und schauten uns auf dem Rückweg noch Valladolid an, eine der ersten spanischen Siedlungen auf Yucatán.

Auf'm Mopped rund um CozumelAm Samstag dann hatten wir in aller Frühe die Fähre nach Cozumel genommen und uns dort ein Moped geliehen. Die Insel ist nicht wirklich groß und mit einem Moped kann man den Rundkurs an einem Tag machen und dass machten wir dann auch. Nachdem wir die horrenden Preise für Frühstücke in den Restaurants gesehen hatten, entschieden wir uns für ein Picknick mit Sachen aus dem Supermarkt und fanden nach langem Suchen auch ein Strandabschnitt, der zwar nur durch Privatgelände zu erreichen war, aber dOstküste von Cozumelann selbst nicht privat war. Dort schnorchelten wir auch im türkisblauem Wasser, liessen gelbe, blaue, rote und weiße Fische an uns vorbeiziehen und waren schlicht beeindruckt von den Muscheln und Korallen, die es rund um Cozumel gibt. Am Nachmittag waren wir fast nur noch auf unserem Zweirad unterwegs, machten hier und da Fotostops und am Abend schifften wir uns mit der Fähre zurück nach Playa del Carmen.

Sonntag wOn the road to Touri-Landollten wir ruhig angehen, schließlich sollte dies der erste Tag sein, an dem wir ohne Wecker aufstehen konnten. Nach einem ausgiebigem Frühstück zogen wir dann nach Cancún, um  Massentourismus in seinen schlimmsten Ausmaßen zu studieren. Ich mach es kurz: Es lohnt sich nicht. Die Stadt selbst zählt zu den häßlichsten, die mir je in Mexico den Weg gekreuzt haben und die Insel, auf der die Hotelburgen stehen, ist totgebaut. Die Hotels reichen bis 10 Meter ans Wasser und man sieht den Himmel vor lauter Beton kaum. Wir waren froh, dass wir uns für unseren Aufenthalt für Playa und gegen Cancún entschieden hatten.

GCancún - wie es leibt und lebtestern wollten wir dann eigentlich den Vormittag nocheinmal am Strand von Playa verbringen, allerdings vertrieb uns bald ein Seewind, der graua Wolken und Regentropfen mit sich brachte. Und so waren wir dann gar nicht so traurig, als wir am Abend ins Flugzeug nach D.F. stiegen und in der Nacht wieder zurück in Puebla waren.

Enora und Iguana - in der archeologischen Stätte El Rey in CancúnHeute, zu meinem Geburtstag, hab ich mich das erste Mal wieder in der Uni blicken lassen. Werd wohl bis Donnerstag meine Kurs planen und dann wieder ins Unileben einsteigen. Mal schauen, was der Abend noch an Feier bringt.

An dieser Stelle vielen lieben Dank für all die guten Wünsche, die mich via Mail, OpenBC oder Facebook erreichten. Alsdenn, bis zum nächsten Eintrag.

Dschungel-Palaeste, See-Festungen, tiefblaues Wasser und tropisceh Temperaturen

Posted in Caribe, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 8. Januar 2009 by Jakob

Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich mal wieder Zeit und Muse gefunden habe, hier mal wieder etwas zu schreiben. Und die Gefahr im seltenen Schreiben liegt darin, dass die Artikel, je seltener, um so ausfuehrlicher ausfallen. Aber gut, was solls.

Palenque - tief in der SelvaJetzt sind schon wieder fuenf Tag vergangen, und es sind fuenf Tage, in denen wir so unglaublich viel Neues zu Gesicht bekommen haben. Ich dachte, ich wuerde eines Tages muede werden, mir staendig neue Ruinen, Pyramiden und Palaeste anzuschauen, aber die, die man hier in México an den verschiedensten Stellen vorfindet, stehen in so unterschiedlichen Landschaften und haben so unterschiedliche Bauweisen, beeindruckende Ausmasse und geniale Settings, dass es einfach nicht langweilig wird.

Am Samstag Morgen war Enora (uebrraschenderweise) puenktlich aus Puebla gekommen und wir suchten uns zunaechst eine bessere Bleibe, als das schaebige Loechlein, in dem ich die Nacht verbracht hatte. Nachdem wir was gefunden hatten, gefruehstueckt und in wenig gebummelt waren, machten wir uns auf den weg in den Dschungel zu den Maya-Ruinen von Palenque. Riesenblaetter im DschungelWeil wir gluecklicherweise unter die Kategorie „mexikanische Studenten“ fallen, geniessen wir das grosse Glueck, saemtliche archeologische Staetten in México, seien sie noch so touristisch, kostenlos besuchen zu koennen. Das ist uebrigens in meinen Augen der groesste Vorteil meines Auslandsstudium bislang, was das reine Studium angeht.

Wir betraten die Ruinen durch den Haupteingang, bahnten uns den Weg durch dschungelartige Wege, mit grossen und hohen Baeumen, von denen Lianen herunterhaengen, und erreichten den Hauptplatz der alten Maya-Stadt. Die geamte Ausstrahlung dieser Ruinen erinnerte mich zunaechst an Angkor in Kambodscha: Dschungel, uberwucherte Ruinen, Palaeste und Tempel – aber es ist dennoch anders.

Hauptplatz PalenqueDer Hauptplatz ist umgeben von hohen Pyramiden, die auf dem oberen Plateau zumeist einen Tempel beherbergen. Weite und steile Treppen fuehren nach oben und hat man sich einmal den Weg nach oben gebahnt, hat einen weiten Blick ueber den umliegenden Dschungel, ueber das vergangene Reich der Maya und man kann sich lebhaft vorstellen, wie dieses Reich gerade von Palenque aus regiert und dominiert wurde. Palenque stammt der Legende nach aus knapp 1000 vor Christus und erlebte seine Bluetezeit in 8. bis 10 Jahrhundert, bevor es mit dem allgemeinen Kollaps der Mayas seinen Untergang fand. Der Kollaps der Maya ist bis heute kaum erklaerbar und heftig umstritten und erscheint um so fragwuerdiger, wenn man die elaborierten, kunstvollen und maechtigen Bauwerke dieser Zivilisation besucht. Sie strahlen nach wie vor etwas mysthisches aus. Palenque ist einmal mehr ein Beweis dafuer, dass man nach Monte Albán, Teotihuacán, Mitla und Yagul, Tula de Allende und Cholula eben noch laengst nicht alles dieser reichhaltigen Zivilisationen Méxicos gesehen hat, und dass man immernoch immer wieder auf Neue ueberrascht und beeindruckt werden kann. Leider waren wir erst am Nachmittag an den Ruinen angekommen und wurden schon nach anderthalb Stunden von den Ruinenaufsehern wieder rausgeschmissen, aber da wir ja Studenten sind, sind wir zwei Tage spaeter einfach noch einmal hin und haben uns den Rest der Staette, diesmal von einer anderen, noch viel verwachseneren Seite, angeschaut. Ein zweites Mal in den gleichen Ruinen und erneut ein voellig neuer Eindruck. Palenque ist grossartig. Nicht die Stadt von heute (die kann man in der Tourismuspfeife rauchen!), aber die alte erhabene Metropole der Mayas.

Aguas AzulAm Tag darauf hatten wir uns von zivilisierten Attraktionen wieder einmal mehr den Naturattraktionen zugewendet und waren mit einer Tour nach Misol-Ha, einem hohen und wunderbaren Wasserfall, unter dem man durchlaufen kann, und Aguas Azul gefahren. Aguas Azul war definitiv DIE Attraktion des Tages. Aguas Azul, das ist ein Fluss, der sich seinen Weg durch die Selva bahnt, von Wasserfall zu Wasserfall springt, mal gemaechlich weiterfliesst, bevor er sich immer wieder in natuerlichen Pools ausruht. Das Wasser ist unglaublich blau und tuerkis, es ist erfrischend kuehl und wir haben uns ausgiebig an der Erfrischung erfreut.

In der Nacht zum Dienstag haben wir uns dann schlussendlich auf den Weg nach Yucatán und in die Karibik gemacht. Der Nachtbustrip durch Chiapas war gekennzeichnet von Militaer-Checkpoints alle 10 Kilometer und so kamen wir mit dem Bus anfangs nicht wirklich voran.

Dschungel um PalenqueDiese Checkpoints fuehren einem ausserdem immerwieder die gespannte Situation in México vor Augen. Schwerstbewaffnete Militaers, behangen mit Maschinenpistolen und mit ihren amerikanischen Militaerjeeps stehen an den Seiten, schauen boese, und auf dem Dach des Jeeps liegt ein Soldat schussbereit hinter einem Maschinengewehr. NIcht die angenehmste Reiseatmospaehre. Aber die offizielle mexikanische Version lautet ja immer: No pasa nada. Mexico gehts gut. Das Gegenteil an Gefuehlen ist der Fall, vor allem, wenn man durch Chiapas reist. Der Bundesstaat ist seit dem Aufstand der Zapatisten 1994 unter Subcomandante Marcos foermlich abgefuellt worden, mit mexikanischem Militaer. Die politische Situation ist und bleibt angespannt und der Dialog zwischen Aufstaendischen in CHiapas und Regierung in DF sieht so aus, dass die Zapatisten die Waffen niedergelegt haben, Rfeormvorschlaege zur Verbesserung der Lage der indigenen Bevoelkerung in Chiapas gemacht haben und die Bundesregierung als Antwort Militaer und Repression gesandt hat. Auch in Palenque durften wir in der nacht schlendernd die kleinen Angst-Mac-Manoever des Militaers miterleben: Gegen Mitteracht kreuzte ein Mliitaerkonvoi, bis an die Zaehne bewaffnet und mit eben jenen Maschinengewehren auf den Daechern der Militaer-Hummer durch die Stadt. Schnell ruppig, finster blickend. Sicherheitsgefuehl vermitteln sieht in meiner Vorstellung anders aus. UNd scheint auch gar nicht die Intention. In solchen Situationen unterscheidet sich México wohl kaum von anderen herkoemmlichenKrisengebieten auf der politischen Landkarte. Aber soweit zu diesem Exkurs.

Disfrutando Caribe!Wir waren nach Tulúm gekommen und wollten uns eine Cabaña am Strand in der Naehe der alten Maya-Ruinen suchen und wurden sofort mit karibischen Preisen konfrontiert. Hatten wir bislang pro Nacht zwischen 200 und 300 Peso bezahlt, kamen hier die aermlichsten Versionen von Cabañas (ohne Bett, und ohne Haengematte) schon 500 bis 600 Pesos. Wir hatten Glueck und fanden einen vergleichsweise nette mit Bett fuer 500 und genossen den ersten Tag am Meer. Weisser Sand, tuerkisblaues Wasser: Es stimmt, es ist faszinierend! Und noch viel mehr bei Mondschein in der Nacht. Da schaut der Strand wie unter einer Schneedecke aus. Der Sand reflektiert das Mondlicht so beeindruckend, dass ich mich beinahe im deutschen Winter gefuehlt haette. Waer da nicht dieser Temperaturunterschied von 40 oder mehr Grad gewesen waere. (Hab grad aus Leipzig gehoert, dass es dort der zweite Tag unter -20 war…. also sind wir sogar 50 Grad waermer hier…)

Templo de Frescos - TulúmTulúm wollten wir auf Grund ueberhoehter Preise nach einer Nacht wieder verlassen. Allerdings nicht, bevor wir uns die faszinierenden Palaeste der Maya, die direkt ueber dem tuerkisblauen Wasser herausragen, angeschaut haben. Tulúm hatte seine Bluete im 13. und 14. Jahrhundert und war seiner Zeit die groesste Stadt af Yucatán. Bis heute stehen die alten Stadtmauern, durch die man hereinkommt und die die Palaeste und Tempel schuetzten.  Der Ort – einmal mehr – komplett anders. Ruinen auf Felsen, ueber weissem Strand und tuerkisblauem Wasser. Herrlich. Die Maya hatten ein gutes Auge fuer nette Plaetze, kann man da nur sagen. Auch hier durften wir wieder studentisch-kostenlos flanieren gehen und spaeter schnappten wir uns einen Colectivo nach Playa del Carmen. Hier sind wir seit gestern Abend und der Vorteil ist, weil groesser, gibt es eine groessere Auswahl an auch guenstigeren Herbergen. Wenngleich man jeden Verlgeich mit der Pazifikkueste unterlassen sollte. Die Karibik kostet definitiv das Doppelte. Und das liegt wohl auch daran, dass wir uns hier nur wenige Kilometer suedlich einer der Tulúm vom Meer aus gesehenbekanntesten Touri-Spots weltweit aufhalten: Cancún. Diese Stadt werden wir uns wohl nur fuer einen Tagesausflug goennen. Und am Montag von dort zurueckfliegen. Ja! Fliegen! Wir hatten das grosse Glueck, einen Flug von Cancún nach DF zu finden, der uns fuer rund 50 Dollar guenstiger wieder in die poblanische Heimat befoertdert, als der regulaere Bus. Und das auch noch in 20 Stunden weniger. Wenn das nichts ist. Alsdenn, ich zerfliess im Internetcafe und muss wieder an die Luft, an den Strand, in den Sand.

Langes Wochenende…en el DF.

Posted in Festejando!, mexico city, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 18. September 2008 by Jakob

Am Freitag sollte ich noch um 12 Uhr einen Kurs haben und danach sollte das lange Wochenende mit der Fiesta Patria zum Abschluss starten. Mit Fabian, der in Costa Rica studiert hatte, schlenderte ich einmal mehr vergebens in die BUAP und erfuhr, dass kein Seminar stattfindet, weil wir nicht so viele seien und außerdem ein paar unserer Kommilitonen lieber Fußball spielen wollten. Pues – so isses in México.

Wieder zurück in der Quince packten wir unsere Sachen und fuhren zu Dritt zum CAPU (Busbahnhof) in Puebla. Fabian wollte weiter in Richtung Oaxaca und Enora und ich schnappten uns den nächsten Bus nach DF. Gegen Neun trafen wir in San Angel in der neuen Wohnung von Bernhard und Paola ein und verbrachten den Abend bei dem ein oder anderen Bierchen und Tequila (Darf nich fehlen in Mexico) quatschend.

Am Samstag wollten Enora und ich auf den Kunsthandwerksmarkt in San Angel schauen und das taten wir dann auch nach dem Aufstehen. Unzählige Stände mit Gemälden, Bildern, Kunsthandwerk, Skulpturen und Ramsch schauten wir uns an und am Nachmittag starteten wir mit Bernhard ans Estadio Olimpico 1968. Nebenan gibt es einen Felsen und den wollten wir erklimmen. Bernhard war auch zuvor nie dagewesen und wir mussten feststellen, dass die Wand zwar nicht hoch, aber dafür ordenlich glatt und nur mit wenigen Griffen ausgestattet war. Trotz allem suchten wir uns zwei Routen und schafften schlussendlich den Aufstieg.

Traditionell (schon fast mit Bernhard und Paola) gings am Abend zum Argentinier und wir speisten lecker Bife de Chorizo und Bife Argentino. Für den Sonntag hatten wir uns Tula de Allende vorgenommen. Tula liegt rund 70 Kilometer nördlich von DF und war zwischen dem 10. und 12. Jh einst das kulturelle Zentrum der Tolteken. Heute zeugt eine Pyramide mit mehreren fünf Meter hohen Kriegerstatuen von der vergangenen Kultur und wir hatten Glück, da Sonntags der Eintritt frei ist. Für Mexikaner und mexikanische Stundeten. Pufff. Der Gratis-Eintritt sorgte allerdings dafür, dass das Gelände recht überlaufen war und wenig Ruhe zu finden war, die Ruinen wirklich zu genießen.

Nach den Ruinen starteten wir in die Stadt Tula de Allende, die an sich nicht viel zu bieten hat. Uns trieb der Hunger ins Zentrum und wir suchten auf dem Markt einen Stand, an dem wir das traditionelle Barbacoa (typisch für Tula und den Bundesstaat Hidalgo) serviert bekämen. Barbacoa wird an sich mit Barbecue übersetzt, aht damit allerdings nix wirklich zu tun. Es handelt sich un Mexiko dabei eher um die traditionelle Fleischzubereitung in einem Erdloch, wo das Lamm-Fleisch mehrere Stunden lang in Bananenblätter gewickelt gegart wird. (Mehr zu Barbacoa und Zubereitung hier und ein Bild hier.) Wir fanden schließlich, was wir suchten und spachtelten kräftig Schafsfleisch in Tortillas. Mein Favorit unter den mexikanischen Speisen wird Barbacoa wohl nie werden -aber man darf sich der traditionellen Landesküche ja nicht verweigern.

Später kehrten wir nach DF zurück und ließen den Tag ruhig ausklingen. Zwei DVDs, selbstverständlich Kopien vom Händler um die Ecke für ein paar Peso sorgten dann später für ausreichend Müdigkeit.

Montag musste Bernhard dann leider arbeiten und so schauten Enora und ich uns ein wenig in Coyoacán um und fuhren später mit Paola in den Süden DF’s nach Xochimilco. Xochimilco ist für seine Kanäle und schwimmenden Gärten bekannt und bedeutet übersetzt eigentlich „Ort an dem die Blumen wachsen“. Wir entschieden uns für eine einstündige Bootstour durch die Kanäle und hatten leider mit dem Wetter nicht so richtig Glück. Der Himmel dunkel und Wolkenverhangen, aber glücklicherweise kein Regen.

Für den Abend waren wir im Haus von Paolas Eltern eingeladen. Wieder einmal stand traditionelle mexikanische Küche auf dem Programm. Es sollte Pozole geben, ein traditionelles Essen am Vorabend des mexikanischen Unabhängigkeitstages. Pozole ist eine Art Eintopf, der allerdings eine stundenlange Vorbereitung benötigt. Ein Spezieller Mais mit sehr großen Körnern wird gemeinsam mit Rindfleisch in einer Brühe gekocht. Papa, es würde Dir schmecken. Nach ungefähr 5 Stunden ist der Mais weich und die Pozole kann serviert werden. Wir trafen gegen 6 halb 7 im Haus der Eltern in Xochimilco ein und der Vater servierte uns zunächst einen (oder zwei oder drei?) Willkommenstequila. Als dann schließlich Bernhard eintraf konnte das Abendessen starten.

Pozole wird in Schalen serviert. Dann fügt man ein wenig grünen Blattsalat hinzu, Zwiebel und kleingeschnittene Radieschen und schließlich Chili und Limonen. Mama Paola machte es uns vor, wie man wirklich Pozole isst, und wir durften dann fehlerfrei nachahmen.

Das Abendessen dauerte mehrere Stunden und mündete in einer politischen Diskussion. Bernhard und Papa Paola diskutierten über gerechte Löhne und die gerechte Verteilung von Ressourcen, über Bolivien, Kuba und Chavez….

Gegen elf, wir hatten nicht vor, den Grito auf dem Zocalo in DF live zu erleben, versammelten wir uns im Obergeschoss des Hauses vor dem Fernseher und schauten uns den Grito de Dolores von Präsident Calderon im Fernsehen an. Das mexikanische Fernsehen machte eine Megasause aus dem Unabhängigkeitsfest und ich fing nach einer Weile an, mich ein wenig zu langweilen. Glücklicherweise kamen wir aber schnell auf die Idee, uns die Feuerwerke vom Dach aus anzuschauen und so hatten wir eine perfekte Sicht über die Stadt und konnten unzählige Feuerwerke beobachten. In der selben Nacht starteten wir noch zu einer Party in La Condeza. Auf einem Dach eines Hochhauses hatten Freunde von Paola und Bernhard ein Fest gegeben und wir genossen die nächtliche Dachparty.

Gestern dann packten wir am Mittag unsere Sachen zusammen und Enora und ich machten uns auf den Weg ins Zentrum von DF. Enora wollte sich noch mit einer Freundin aus Frankreich treffen und so trafen wir am Zocalo auf ein Grüppchen von drei Französinnen, mit denen wir zu Mittag aßen. Später gings auf den Torre Latino und nach der Aussicht über die Stadt trieb uns der einsetzende Regen zurück nach Puebla. In der Nacht kamen wir wieder in der Quince an und ich hatte noch Hausaufgaben für heute zu erledigen. Allerdings umsonst. Denn als ich heute in die Uni ging, war von meinem Prof, der noch am Freitag auf meine Nachfrage hin beteuerte, dass wir Mittwoch auf jeden Fall Unterricht hätten, keine Spur. Zuverlässigkeit ist eben keine mexikanische Erfindung. Wenigstens mein Prof für das 4-Uhr-Seminar kam ausgeschlafen zum Unterricht und so hatte ich heute auch nicht allzuviel in der BUAP zu tun.

Sonst? Es ist kalt geworden, und es regnet. Zuviel. Ist eben nicht alles Sonnenschein, Strand, braun werden und Strand in Mexico. So, das war jetzt für all jene, die sich immer beschweren, dass hier das Wetter zu schön sei.

Photos: 1: Enora und ich in San Angel; 2: Carlo Aguilar y Linares auf dem Markt von San Angel – die gleiche Skulptur hat er für mit dem Kopf von und für Bill Clinton gemacht – sie steht inzwischen im Weißen Haus; 3: Verkäufer indianischer „Spielzeuge“ in San Angel; 4: Meinereiner an der Wand am Estadio Olimpico (Photo: Enora); 5: Steinerne Krieger in Tula de Allende; 6: Bernhard und Paola auf der Morgenstern-Pyramide in Tula; 6: Embarcadero in Xochimilco; 7: En casa von Paolas Eltern; 8: Nächtliche Sicht von der Partydachterasse über DF

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