Archiv für tequila

La despedida…

Posted in Festejando!, puebla with tags , , , , , , , , on 6. Dezember 2008 by Jakob

Tränenreich und feuchtfröhlich haben wir gestern die letzte große Party mit der alten Mannschaft aus der Quince gefeiert. Lang gings, um 4 Uhr 30 schob ich die letzten (inzwischen schon sehr) alkoholisierten Gäste aus der Tür und kroch auch in mein Bett. Schön war’s, ein bissl traurig auch – aber vor allem lustig. Ein paar Eindrücke:

Pizza en „La Quince“

Posted in Festejando!, puebla with tags , , , , , on 14. Oktober 2008 by Jakob

Seit langem mal wieder ein Pizza-Abend in der Quince – lecker war’s, und lustich.

Schnaps… ähm Tequilaidee!

Posted in Bienvenidos!, El Golfo, Viajando! with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 25. August 2008 by Jakob

Nachdem vergangene Woche so langsam die Uni so richtig begonnen hat, Professoren und Studenten wahlweise mit bis zu einer Stunde Verspätung kamen, beginnt in unserem Häuschen, der Quinze, so langsam das richtige Leben.

Seit einer Woche sind wir Jenga-Professionelle. Als wir feststellten, dass wir leider über gar keine Spiele verfügen würden, entschieden wir kurzer Hand, einen Einkaufsbummel mit der WG zu machen, um ein Spiel zu kaufen. (Bild links: Nestor und Agostina im Jenga-Fieber) Für 50 Peso kauften wir einem kleinen Mädchen in der Stadt eine Jenga-Kopie ab und seitdem ist das Aktivität Nummero 1 in unserer Küche. Abend für Abend wurden Jenga-Meisterschaften in unserer WG ausgetragen, und seit Donnerstag natürlich nicht ohne Tequila.

Das Wochenende begann dann absolut ruhig. Nach meinem Seminar über die mexikanische Revolution (Ich muss nicht erwähnen, dass der Kurs, der 12 Uhr beginnen sollte, um ein Uhr erst einsetzte – ich war bis Viertel vor eins der Einzige und der Profe meinte: „Dann warten wir eben noch ein bißchen…“) wurde erstmal auf der Terasse entspannt. Unsere neuen argentinischen Mitbewohner leisteten Gesellschaft und erzählten über ihre wahnsinnig interessanten Wurzeln, woher ihre Großeltern, Eltern und und und stammen. Was für eine mezcla! Am Abend trödelten so langsam alle von Arbeit oder Studium ein und wir überlegten, was wir in der Nacht machen könnten. Schnell war die Idee geboren, dass die gesamte WG ausgeht. Allerdings ist das in Puebla nicht so einfach, weil die Party in einer Nachbarstadt, in Cholula, stattfindet. Nachdem wir wieder in der Küche Jenga-spielend überlegten, was zu tun sei, (Bild rechts: v.l.n.r. Nestor, Paulina, Pedro, Viviana, Jakobo und Enora beim Jenga-Spiel) krsitallisierte sich heraus, dass wir einfach ein Taxi nehmen und dann Cholula unsicher machen würden. Zu Acht, was in Deutschland natürlich ein klarer Fall für 2 Taxen oder zumindest eine Großraumtaxe wäre, bestiegen wir ein(!) kleines Taxi und düsten über die nächtliche Autobahn nach Cholula. Dort schauten wir in mehrere Bars rein, den ein oder andereen Club und feierten bis in den frühen Morgen. Wie der Zufall es wollte, lief mir in Cholula in einem Club Roberto über den Weg. Roberto hatte ich in Puerto Escondido am Pazifik kennengelernt und wir feierten unser zufälliges Wiedersehen. Die Party setzte sich später in unserer Küche fort bis gegen 5 so langsam alle Richtung Waagerechte verschwanden. Übrig blieben Enora und ich und wir schnappten uns den Rest des Tequilas, ein großes Wasser und quatschten in die ersten Sonnenstrahlen hinein auf dem Dach.

Mit der Sonne und dem Tequila (der sicher ein wenig Mitschuld an jener Locura trug), kam uns ein Idee. Wie genial es jetzt wäre, am Meer zu sein, durchs Wasser zu schlendern, den Sand unter den Füßen zu haben und in den Wellen zu schwimmen. (Bild links: Playa Mocambo, Veracruz, Golfo) Es brauchte nicht viel und wir stellten die essentielle Frage: Por qué no nos vamos? Ahorita? Bueno – vamonos! Binnen zehn Minuten warfen wir ein paar Sachen in unsere Rucksäcke, schnappten uns vor dem Haus ein Taxi und düsten, mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, zum Terminal de los Autobuses. Dort schnappten wir uns den nächsten Langstreckenbus in Richtung Veracruz und ließen uns in Richtung Golfküste schaukeln. Knapp fünf Stunden später, gegen 5, erreichten wir Veracruz. Als wir aus dem Bus ausstiegen, bließ uns zunächst ein Schwall warmer und feuchter Luft fast zurück in den Bus. Wir waren angekommen und das Wetter fühlte sich tropisch an. Mit Hunger im Bauch suchten wir uns einen Colectivo, der uns zum nächsten Playa bringen würde. Im Süden der Stadt erreichten wir Playa Mocambo und stellten fest, dass die Playas in Veracruz wirklich nicht schön sind. Egal, wir waren am Meer! Der Hunger trieb uns in ein piekfein-aussehendes Restaurant, wo die Preise diese Erscheinung unterstrichen. Aber wir hatten keine Wahl, Restaurants waren rar. Ganz im Gegensatz zu den Preisen war das Essen dann alles andere als zufriedenstellend. Egal. (Bild rechts: PLaya de Chachalacas) Mit dem nächsten Collectivo düsten wir wieder ins Zentrum von Veracruz. Wir wollten nicht unbedingt in der Stadt bleiben und uns lieber einen kleinen ruhigeren Strand suchen. Also fragten wir in der Tourist-Informacion nach, die sich als wenig hilfreich herausstellte. Mit dem Lonley-Planet in der Hand, der sich ebenfalls als nicht gerade hilfreich erwies, entschieden wir uns in blaue hinein nach Norden zu fahren, nach Chachalacas. Ein pueblito mit Strand, dass ist alles, was wir wussten. In der Nacht kamen wir in der Nachbarstadt Cardel an, schnappten uns mangels Collectivos (der letzte war wohl um 9 Uhr gefahren) ein Taxi und ließen uns nach Chachalacas bringen. (A qué parte quieren irse? No sabemos – a Chachalacas. Centro… – Kommunikation mit dem Taxifahrer). Der Taxifahrer ließ und schließlich an einer Strassenecke im Ort heraus und wir schlenderten durch die Nacht, noch nicht so richtig wissend, wohin. Einziges Ziel: La Playa y el mar! Schließlich fanden wir, was wir suchten, bezogen ein kleines Hotel und machten uns mit einem Cerveza Sol auf an den Strand. Clarop que si, dass wir noch ins Wasser mussten und so plantschten wir eine halbe Ewigkeit in der Nacht im warmen Golf von Mexiko. Was für eine Locura – aber sehr sehr fein! Gestern dann gingen wir den Tag an, als müssten wir nicht wirklich zurück nach Puebla. (Bild links: Enora am Golfo) Wir suchten uns einen ruhigen Strandabschnitt, das Wasser war hier bedeutend sauberer, als in Veracruz, und aalten und verbrannten uns gehörig. Erst am Abend kam uns die Idee, dass wir wieder zurück müssten, und wir für unser Abenteuer nun mal nicht viel Zeit geplant hatten. Mit einem Combi düsten wir durchgeschwitzt zurück nach Cardel, schnappten uns einen vollgepackten Bus nach Veracruz und erreichten dort gerade so den 8-Uhr-Bus zurück nach Puebla. Gegen Mitternacht standen wir wieder im Patio der Quinze und waren ziemlich stolz auf uns, dass wir diese verrückte Idee durhcgezogen hatten. In der Küche rechnete noch Nestor an Studienaufgaben. Er wirkte ziemlicj erleichtert, als er uns in der Tür entdeckte. Die WG hatte uns wohl vermisst und sich ein wenig Sorgen gemacht, weil wir einfach über den Morgen verschwunden waren. Aber als wir heute von unserem Spontan-Trip erzählten, meinten alle bloß, wir seien ganz schön verrückt. Bueno, ich hab heute zum Glück erst spät Uni, aber das ist in genau zehn Minuten. Also werd ich hier jetzt mal Schluss machen und mich auf den Weg in die Uni machen. Ich hoffe, Euch allen anderen in allen anderen Teilen der Welt gehts ähnlich gut, wie mir. Saludos y hasta la próxomima!

El primer visitante.

Posted in Bienvenidos!, mexico city, puebla with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on 5. August 2008 by Jakob

Seit gestern Nacht bin ich wieder in Puebla. Diesmal allerdings zu zweit. Am Freitag bin ich am Nachmittag in den Bus gestiegen und über die Berge wieder nach DF gefahren. Abends klingelte ich bei Paola und Bernhard rein. Paola und ich machten etwas zu essen, weil Bernhard sehr spät von Arbeit kam. Später tranken wir die ein oder andere Cervecita und dazu einen leckeren Tequila. Eigentlich hätte ich früh ins Bettchen gemußt, weil Martin um 5 Uhr landen sollte und ich ihn am Flughafen abholen wollte. Aber um 2 bimmelte mein Handy. Ein Anruf aus New York, JFK. Martins Flieger hatte Verspätung, ich sollte zwei Stunden mehr bekommen, um der Nacht ihren Tribut zu zollen. Wegen der Kürze der Nacht hatte ich mich gleich im Wohnzimmer auf die Couch gehauen.

Mit dem Klingeln des Taxis an der Tür wachte ich auf. Flink durch das Bad und bei Victor auf den Beifahrersitz gesprungen. (Bild links: An der Kletterwand.) Es war viel zu früh – oder der Tequila zu gut – auf jeden Fall schlug ich um halb 8 am Flughafen auf und musste feststellen, dass der Flieger noch immer nicht gelandet war. Der Einzige an jenem Morgen it Verpätung, Flug 001 Mexicana aus JFK. Halb Neun endlich schob sich Martin aus dem Zollbereich heraus und wir sprangen in das nächste Taxi und fuhren wieder zu Berni und Paola.

Weil die beiden noch im Kopfkissen weilten, machten wir uns auf den Weg zu einem Markt ums Eck. Kauften Früchte, frischen Orangensaft und frühstückten all dies später gemeinsam mit den Beiden. Der Samstag verlief dann oberruhig. Chillen, flachliegen, ein Tisch mit einem Mosaik für die Wohnung der beiden verzieren – abends Kino. Martin saß der Jetlag, uns dreien der Tequila in den Knochen und am Sonntag wollten wir wieder Klettern gehen.

Am Sonntag starteten wir dann gegen Mittag zum Klettergarten. Vorher hatten wir noch Umberto (der Arzt von meinem ersten DF-WE) und seine Freundin abgeholt und zu sechs kraxelten wir ein paar Stunden uns die Karft aus den Armen.  Danach fuhren wir mit dem Auto nach San Angel (Stadtteil, in den Bernhard und Paola gleich umziehen werden) und Bernhard und Paola kauften Früchte und Gemüse für die kommende Woche.

Die Abendgestaltung sah nicht viel vor, nur, schon fast traditionell, nach dem Klettern zum Argentinier. Und bei dem schmeckte es mal wieder vorzüglich. (Bild: Martin vor der Piramide de la Luna)

Gestern wollten wir eigentlich wieder nach Puebla starten. Aber ich wollte mit Martin vorher eine der bedeutendsten Atzteken-Städte anschauen: Teotihuacán. Rund 50 Kilometer nördlich von D.F. war es einst die größte und bedeutendste Stadt auf dem prähispanischen Kontinent gewesen. Heure zeugen noch Ruinen von Häusern und zwei beedruckend hohe Pyramiden (Piramide del Sol, Piramide de la Luna) von der einstigen Bedeutung der Stadt. Die Piramide del Sol ist zudem nicht weniger als die Weltweit drittgrößte Pyramide. Vorher kommt noch die Cheops in Ägypten und die Pyramide (die eher einem Berg gleicht) von Cholula. Ein paar Stunden wanderten wir durch die Ruinen, bestiegen die Pyramiden und ich kaufte mir eine wunderbare bunte Decke. Kräftige Farben, handgemacht und gleich Wanddekoration in meinem zu Hause in Puebla. Als am späten Nachmittag dann der Aguacero einsetzte, war es Zeit zu gehen. Wir hatten zuvor in D.F. am Terminal unser Gepäck eingeschlossen, damit wir direkt nach Puebla weiterfahren könnten. Also zurück nach D.F. und ein Ticket nach Puebla erstanden.

Mit dem Abendbus steuerten wir dann direkt in einen Riesenstau. Rund zwei Stunden schleichte der Bus auf einer 6-spurigen Autobahn dem Stadtausgang entgegen. Die Strasse halb überflutet vom Aguacero, hatten wohl einige Autofahrer die Kontrolle nicht behalten können und verstopften so die Strasse. Spät in der Nacht fuhren wir schlussendlich in Puebla ein und schnappten uns direkt das nächste Taxi zu mir nach Haus.

Nach einem leckeren Teller Spaghetti und einem Filmchen war es dann Zeit zu Schlafen. Diese Woche wird es hier weiter vermutlich etwas ruhiger hier im Online-Tagebich zugehen. Martin und ich wollen an den Pazifik. Aber zunächst nach Oaxaca. Schließlich habe ich noch eine Woche Ferien und Meer ist immer gut. Gegenstimmen? Gut.

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