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…ya de vacaciones!

Posted in puebla, Viajando! with tags , , , , , , , , , , on 6. April 2009 by Jakob

Nachdem die vergangene Woche recht ruhig verlaufen ist, kommt dieser Artikel schon wieder mal aus Oaxaca. Am lDie Vorhut in Monte Alban - noch dominiert Trockenheitetzten Montag lief in der Uni nicht viel, weil allgeimeine Trauer angesagt war. Einer meiner Kommillitonen war am Freitag vergangener Woche auf der Ausfallstrass, die vor der Fakultaet zu ueberqueren ist, von einem Auto ueberollt worden. All das war leider nur eine Frage der Zeit, hatte man, wie ueblich in Mexiko, wegen Bauarbeiten an der 6-spurigen Strasse die Fussgaengerbrueck ersatzlos abgerissen und fuer keinerlei Verkehrsregulierung gesorgt. Immerhin, seit seinem Tod stehen an der Stelle Verkehrpolizisten und regeln den Verkehr.

Der Rest der Woche war weiter entspannDie Runde und Roman mit einem kleinem Geschenk meinerseits in Oaxacat, in Relaciones Publicas hielt ich einen Vortrag ueber Deutschland und schaffte es sogar, meine sonst so ungeduldigen Mitstudenten fuer ueber 40 min Ruhe abzugewinnen und sich fuer mein Land zu interessieren.Am Ende schaffte ich es nicht, meine Praesentation fertig zu bringen und werde nach den Osterferien noch deutsche Staedte, vor allem aber Leipzig und Bonn, vorstellen.

Am Freitag wurde es dann in der Quinze wieder voll – Theala und Roman bekamaFruehstueck an einem der aeltesten Baeume der Weltn Besuch und mit Roman und seiner deutschen Freundin streifte ich en wenig durch Puebla. Mein Plan fuer die Osterferien stand so gut wie noch nicht, nur war klar, dass ich mit ihm, seiner Freundin, Thaela und ihrer Freundin am Samstag Morgen Richtung Oaxaca aufbrechen wuerde und dort das Wochenende verbringen wuerde. Und so kamen wir am Samstag Nachmittag in Oaxaca an und ich fuehrte die illuestre Runde auf Monte Alban. Am Abend kam Enora nachgereist und wir trafen uns mit unserem Mitbewohner Nestor, der in Oaxaca heimisch ist. Nach ein paar Bierchen verabredeten wir uns fuer den Sonntag Morgen und kurz ach Neun holte uns Nestor mit dem Pickup seiner Mama am Hotel ab. Wir wollten den Tag ueber durch das Oaxaca-Tal cruisen und uns das ein oder andere Sehenswerte anschauen – was schlussendlich einer der besten Tagesausfluege ever wurde. In Tule, am ueber 2000 Jahre altem, und damit einem der aeltesten Baeume der Welt, fruehstueckHierve el Agua - mitten in Oaxaca (Staat)ten wir, bevor wir uns, weil zu siebt zur Haelfte auf der Ladeflaeche, weiter auf der Ladeflaeche nach Hierve el Agua in die Sierra schraubten. Vor Mittag erreichten wir die sprudelnten Quellen von Hierve el Agua und verbrachten dort fqst den gesamten Tag. Mal auf der Suche nach guten Auddichtspunkten, mal badend hoch ueber den Bergen in den natuerlichen Pools von Herve el Agua.

Unser Besuch von Mitla, einer weiteren Zapotekenstadt im Tal, scheiterte an der Uhrumstellung und wir standen am Abend vor einer verschlossenen archeologischen Ausgrabungsstaette, die ich im Dezember bereits besucht hFreuhling in Yagulatte. Allerdings hatten Nestund ich eine Alternative zur Hand und so fuhren wir wieder in Richtung Oaxaca und machten noch an einer weiteren Staette Halt. Diese war zwar offiziell ebenso schon dicht – allerdings liegt jene so abgelegen, dass man sie noch nicht einmal einzaeunte und wir so ueber die Mauern klettern und von da aus nocheinmal eine grandiose Aussicht auf das ausgetrocknete Oaxaca-Tal geniessen konnten.

Am Abend luden wir Nestor, der uns den ganzen Tag chauffiert hatte, zum Essen ein und trennten uns.Roman und seine Freundin fuhren noch in der Nacht nach San Cris weiter und Thaela und ihre Freundin verliessen  und heute am Nachmittag. Enora hat diese Woche einen Doku-Workshop in Oaxaca und so bin ich erstmal noch ein weing geblieben und werde erst am Mittwoch vor ihr an die Pazifikkueste reisen. Mit Nestor und seinen Freunde werde ich in Puerto Escondido Sonne und Strand geniessen, bevor ich mich dann mDie gesamte Bande: Jakob, Enora, Thaele, Steffi, Roxanne, Roman, Nestor und Victorit Enora am Sonntag wieder in Zipolite fuer eine gute Woche Osterferien treffe.

Fuer morgen frueh habe ich mir einen Motorroller reserviert, mit dem ich nocheinmal ein wenig auf eigene Faust das Oaxaca-Tal erkunden werde und dann geht es ans Meer. Ist ja auch schon wieder einen knappen Monat her. Das sind Ferien!

PS: Da zu spaet auch noch auf diesem, hochoffiziellem Wege: Alle Gute zum Geburtstag, Daniel (und hier in Aktion!)!

Empieza el viaje – a Oaxaca

Posted in Viajando! with tags , , , , , , , , , on 12. Dezember 2008 by Jakob

Aktualisiert am 21.12. mit Fotos. 

Am Montag habe ich meine sieben Sachen gepackt und mir ein Busticket gekauft. Um 5 Uhr abends wollte ich in Richtung Oaxaca starten. Nach einer Weile entschied ich mich um: Ich tauschte mein Ticket auf Dienstag Morgen, damit ich ein letztes Mal meine argentinische Mitbewohnerin sehen konnte.

Musikgruppe auf dem Zócalo in OaxacaAm Dienstag morgen dann startete ich mit dem Bus die 330 Kilometer nach Sueden in den Bundesstaat Oaxaca. Die autopista von Puebla aus fuehrt durch karge und schroffe Felslandschaft – schlangelt sich durch Taeler und schmiegt sich an Bergen entlang – und die Vegetation ist trocken und verbrannt – Agaven, Kakteen und vertrocknetes Gras wechseln sich ab und dekorieren die Berge an den Seiten. Es ist Trockenzeit in Mexiko und die macht ihrem Namen alle Ehre: Seit anderthalb Monaten kein Tropfen Regen mehr und die Natur schaut entsprechend aus.

In Oaxaca angekommen checkte ich mal wieder im Magic Hostel ein. Hier war ich bereits mit Martin im August abgestiegen – basic but friendly, waere eine kurze und treffende Beschreibung. Nach einem Stadtspaziergang durch die wunderschoenen kolonialen Strassen und Gassen Oaxacas schloss ich auf der Dachterasse Bekanntschaft mit zwei australischen Jungs, mit denen ich dann spaeter Essen ging. Mit dabei noch im Gepaeck: eine Amerikanerin aus Wisconsin, Ex-Volunteer fuer Obama. Schlechte Gesellschaft fuer jemanden, der es inzwischen vorzieht Spanisch statt Englisch zu reden, aber was will man machen. Die Englisch-Fraktion war ganz froh, mich als Dolmetscher gefunden zu haben und so verbrachten wir den Abend erst in einem Restaurant und spaeter in einigen billigen Bars.

Mitla in der MittagssonneGestern dann stand bei mir Kultur auf dem Programm. Mit Martin hatte ich mir in Oaxaca eigentlich nur die Stadt und die Ruinen von Monte Alban angschaut – es fehlte mir also noch eine Menge. Nachdem ich mich gegen eine organsierte Tour und fuer lokalen Bustransport in die Region entschieden hatte,schloss ich Bekanntschaft mit dem bisher runtergekommendsten Busterminal, dass ich in Mexiko gesehen habe: Terminal de Segunda Clase Oaxaca. Dreckig, wenige Menschen, der Bushof eine Staubpiste und an den Seiten Buswracks – eine malerische Busstation. Ich schwang mich in einen Lokalbus nach Mitla und schaute mir dort die Rueckstaende der alten Totenstadt der Mixteken an. Spaeter sprang ich wieder in einen Bus und liess mich auf halber Strecke an der Strasse nach Yagul herausschmeissen. In Yagul war das religioese Zentrum der Mixteken und heute sind dort noch Ueberreste von Palaesten, und von einem traditionellen Ballspielplatz zu finden. Das schoene an diesem Ort ist: Ich war komplett allein. Fast kaum jemand schaut sich die Ruinen, die etwas oberhalb des Oaxaca-Tals liegen, an. Und ausserdem hat man einen wunderbaren Blick ueber das gesamte breite Tal von Oaxaca.

Nachdem ich mir Yagul angeschaut hatte, wollte ich mir eigentlich noch den Arbol de Tule anschauen. Das ist der wahrscheinlich aelteste Baum der Welt mit 2000 Jahren und einem Gewicht von rund 550 Tonnen. Er ist nicht nur 42 Meter hoch, sondern hat auch einen aehnlichen Umfang.

Auf jeden Fall hatte ich dies dann letztendlich nicht mehr geschafft und bin zurueck nach Oaxaca gefahren. Wieder im Hostel bekam ich eine Nachricht von Nestor, meinem Oaxaceño, mit dem ich in Puebla zusammen wohne. Ich traf mich mit ihm auf ein paar Chelas und machte mit ihm eine kleine Wandertour fuer gestern aus. Gestern morgen, nch erheblichen Problemen mit dem Aufstehen, was wohl an dem ein oder anderen Bierchen mit nestor gelegen haben koennte, trafen wir uns um 8 an meinem Hostel und starteten nach San Felipe de las auguas. Hier wollten wir eigentlich einem kleinen Weg zu ein paar Wasserfaellen folgen, aber auch mein lokaler Guide versagte und wir irrten 3 Stunden ziemlich durchs Unterholz.

Arbol de Tule - 2000 Jahre LebenAm Nachmittag kam Enora nach Oaxaca und wir schlenderten nocheinmal ein wenig durch die Stadt. Eigentlich wollten wir nun den Arbol de Tule besuchen, aber mal wieder war es zu spaet geworden. Also standen wir heute frueh auf und fuhren schlussendlich nach Tule. Der Baum ist wirklich beeindruckend, ein Stamm, dass hab ich vorher noch nie gesehen – wie eine Holzwand. Oder besser: Mauer!

Inzwischen warten wir im Sueden Oaxacas auf einen Van, der uns nach San Josè bringen soll. Hier wollen wir Zwischenstation auf dem Weg zum Meer machen. Und morgen abend soll es dann schliesslich endlich wieder an den Pazifik gehen – Meer Meer Meer, Sonne Palmen und noch mehr….. Bis dahin soweit von hier in die Kaelte. Geniesst den Advent, ich hab hier nicht en bisschen weihnachtliches Gefuehl!

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